Unsere Wälder (VII): Der Teutoburger Wald

Der Teutoburger Wald ist ein lohnenswertes Reiseziel für alle, die Erholung, Naturerlebnisse und kulturelle Highlights suchen.

Externsteine

Vulkankegel, Mineralquellen, Schluchten, Burgruinen, Denkmäler und Wald, so weit das Auge reicht: Der Teutoburger Wald ist ein geschichtsträchtiges Naturjuwel im Nordosten Nordrhein-Westfalens. Über der beeindruckenden Landschaft thront das Hermannsdenkmal, das an den legendären Triumph eines germanischen Heers über die Römer erinnert.

Somit ist der Teutoburger Wald nicht nur ein beliebtes Ziel für Naturliebhaber, sondern auch für Geschichtsinteressierte. Der Mittelgebirgszug, der von den Einheimischen meist einfach „Teuto“ genannt wird, erstreckt sich vom Tecklenburger Land vorbei an Osnabrück und Bielefeld bis nach Horn-Bad Meinberg auf einer Länge von rund 105 Kilometern. Der höchste Berg des Teutoburger Waldes ist der 446 Meter hohe Barnacken, der auf der Grenze zum Eggegebirge liegt. Unweit befinden sich auch die berühmten Externsteine, eine markante Felsformation und eines der am häufigsten besuchten Naturdenkmäler Westfalens.

Hermannsdenkmal

Zahlreiche Bäche und mehrere kleine Flüsse entspringen in dem Mittelgebirge. Zu den längsten Flüssen zählen die Ems, die Lippe und die Hase. Durch die reiche Vegetation und die Weitläufigkeit des Waldes bietet er vielen Wildtieren einen Lebensraum. Nicht nur Rotwild, Damwild, Schwarzwild, Muffelwild, Rehwild und Niederwild wie Fuchs, Dachs, Hase, Waschbär, Ringeltauben und Stockenten fühlen sich im Wald wohl. Auch die seltene Wildkatze streift durch den Teutoburger Wald. Die von Buchen dominierten Wälder beherbergen auch Uhus, Kolkraben und elf Fledermausarten. Über den unbewaldeten Flächen kreisen Rotmilane und Schwarzstörche.

Bekannt ist der Teutoburger Wald vor allem durch die Varusschlacht zwischen den Römern und Germanen. Im Jahre neun nach Christus hat der Cheruskerfürst Arminius („Hermann“) das römische Besatzungsheer vernichtend geschlagen. Das Hermannsdenkmal bei Detmold ist das Wahrzeichen des Waldes und ein beliebter Anlaufpunkt für Touristen. Der Teutoburger Wald ist unter anderem Teil des Naturparks Teutoburger Wald/Eggegebirge, in dem es insgesamt etwa 2.000 Kilometer Wanderwege und viele kulturgeschichtliche Höhepunkte zu erkunden gibt.

Der Naturpark ist zudem eine von der UNESCO ausgezeichnete GPS-Erlebnisregion. Natur und Kultur können mithilfe von GPS-Geräten und Mobiltelefonen ganz ohne Beschilderung erlebt werden. Weitere Informationen zu den GPS-Erlebnispfaden finden Sie hier.

Viele kommen aber nicht nur zum Wandern, sondern auch zur Erholung in den Teutoburger Wald. Nicht umsonst gilt er als „Heilgarten Deutschlands“: Es gibt Natursolequellen, Thermalbäder und Gradierwerke, die zum Entspannen und Durchatmen einladen.

Informationen zu Wanderwegen, Ausflugszielen und Aktivitäten erhalten Sie hier.

Zu den ersten sechs Teilen unserer Waldserie gelangen Sie hier:
Unsere Wälder (I): Der Bayerische Wald
Unsere Wälder (II): Der Schwarzwald

Unsere Wälder (III): Der Harz

Unsere Wälder (IV): Der Grunewald
Unsere Wälder (V): Der Pfälzerwald
Unsere Wälder (VI): Der Odenwald

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