Musik in Jägersohren

Jagdhornbläser

Wir schreiben das Jahr 1756. Der Komponist Leopold Mozart – Vater des berühmten Wolfgang Amadeus – entwickelt damals eines der schönsten Musikstücke dieser Zeit: die Jagdsinfonie „Sinfonia di caccia“. Was damals als Populärmusik hoch bejubelt wurde, fällt heute, rund 250 Jahre später, unter klassische Musik. Und doch versprüht es den Zauber einer Epoche, in der die Jagd als bedeutender Bestandteil des höfischen Lebens ihre Blütezeit hatte.

Mozart

In den drei Sätzen kommt dem Instrument des Jagdhorns ganz besonders viel Aufmerksamkeit zu. Was bisher eher mit der reinen Signalfunktion eingesetzt wurde, entwickelt sich in dieser Zeit zu einem vollwertigen Orchesterbestandteil. Johann Georg Leopold Mozart hatte ganz genaue Vorstellungen vom Gebrauch des Horns in seiner Komposition. So heißt es in seinen überlieferten Anweisungen: „Erstlich müssen die g-horn ganz rauh geplossen werden, wie es nemlich bey der Jacht gewöhnlich und so forte als immer möglich. item kann auch ein Hifthorn da bey sein. Dann soll man etliche Hunde haben die bellen, die übrigen aber schreyen zusam ho ho etl. aber nur 6 Tact lang“

In dieser Sinfonie müssen nicht nur der Komponist, sondern auch die umsetzenden Musiker ihr Bestes gegeben haben. So war die Salzburger Hofkapelle in jener Zeit bekannt für ihre hervorragenden Hornisten. Nichtsdestotrotz verlangte das fehlerfreie Spiel dieses einmaligen Musikstückes auch den versiertesten Musikern eine hohe Leistung ab.

Jene Klänge, die also auch heute noch für uns die Jagd charakterisieren, haben demnach schon damals die Atmosphäre geprägt. Das Gebell der Hundemeute, der volle Klang der Hörner und der Chorgesang der Jägerschaft schaffen nach wie vor jedes Mal aufs Neue ein einprägsames Erlebnis.


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