Auslandsjagd: Afrikaner contra Europas Tierrechtler

Tierrechtler wollen die Trophäenjagd durch Einfuhrverbote abschaffen. Mit einer Motion haben sich verschiedene Nichtregierungsorganisationen jetzt an die Schweizer Regierung gewandt – mit prominenter Unterstützung. 

Springböcke in Afrika

Foto: Dr. Ludwig Siege

Namibias Conservancies sind sauer. Trotz - oder vielleicht besser wegen - ihrer Armut betreiben ihre Mitglieder auf dem Lande erfolgreichen Naturschutz. Die Wildbestände haben sich in Folge einer Strategie aus Schutz, Tourismus und nachhaltiger Jagd vervielfacht. Sogenannte „Tierschützer“ in den reichen Ländern organisieren hingegen Kampagnen zum Boykott der Jagdtrophäen aus Namibia. Ahnung von den tatsächlichen Verhältnissen vor Ort haben die europäischen Tierrechtler nicht. Stattdessen hetzen sie gegen die Afrikaner und verbreiten Unwahrheiten zum Jagdtourismus. 

Zurzeit haben die Tierrechtler sich die Schweizer Regierung zum Ziel einer Kampagne ausgesucht. Die Schweiz soll den Import und den Transit von Jagdtrophäen verbieten, denn die Jagd fördere die Wilderei und traumatisiere die Wildtiere, heißt es. Am 2. Mai wird über das Importverbot im Parlament in Bern abgestimmt. Unterstützt wird die Kampagne von dem Schauspieler, ZDF-Dokumentarfilmer und Aktivisten Hannes Jaenicke, der dabei Auslandsjäger als "Mörder" bezeichnet (Quelle).

15 namibische Hegegemeinschaften in der Region Zambezi appellierten Anfang April an die Regierungen Europas: "Wir haben erfolgreichen Naturschutz nicht nur in unserer Region verwirklicht, sondern auch zum Nutzen der umliegenden Länder auf der riesigen Fläche von 500 000 Quadratkilometern des sogenannten KAZA-Schutzgebietes, wo es sowohl die größte Elefantenpopulation als auch das größte Naturschutzgebiet In Afrika gibt. Wir schlagen demütig vor, dass unsere Stimmen und Erfahrungen angehört werden. Unsere Situation erlaubt keine vereinfachten und simplen Lösungen." Auch der Gouverneur der Region, Lawrence Sampofu, protestierte gegen die Drohung mit Importverboten für Trophäen aus Namibia. Die Einnahmen aus der Jagd würden die Gehälter der Dorfwildhüter und den Naturschutz vor Ort finanzieren und zum Lebensunterhalt armer Familien beitragen.

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