Das Landvolk schlägt zurück

In Schweden drehen Bauern und Jäger den Spieß um. Unter dem Eindruck heftiger Proteste hat die größte Gartenmarkt-Kette des Landes ihr Sponsoring für eine militante Tierrechte-Organisation beendet. Weitere Konzerne stehen unter Druck, auch eine Bank und ein Versicherungskonzern.

Schwedenhaus

Schon wieder Schweden. Wir bitten dafür um Nachsicht, aber dort wird die Auseinandersetzung um die Zukunft des ländlichen Raums so engagiert geführt, wie es auch Deutschland zu wünschen wäre. Im Interesse der Landwirtschaft, der Jagd und der Menschen, die ihre Heimat gegen keine Großstadt der Welt tauschen wollen.

Mit über 100 Einkaufsmärkten im ganzen Land ist „Granngården“ die mit Abstand größte Handelskette für Garten- und Zoo-Bedarf im Norden – und auch gut sortiert mit Jagdzubehör und Jägerkleidung. Zum Jahreswechsel startete der Konzern einen Deal mit „Djurskyddet Sverige“, einer bekannt kämpferischen Tierschutz-Organisation. Die Kunden sollten an der Kasse ihre Rechnungssummen aufrunden und so dieses Geld für den Verein und seine Aktivitäten spenden.

Wolf

Was folgte, war ein Shiststorm im Internet. Vor allem „Granngården“-Kunden in den ländlichen Regionen schnitten ihre Einkaufskarten entzwei und verkündeten via „Facebook“, nie wieder in den Läden des Einzelhandelsriesen einzukaufen. Nach wenigen Wochen folgte die Kapitulation: „Granngården“ teilte mit, das Sponsoring unverzüglich zu beenden.

Viele wütende Kunden hatten ihre Kündigung auch mit dem Tierrechtler-Engagement für den Wolf begründet. Und damit, dass die wiedereingebürgerten Wölfe den Tierhaltern im ländlichen Raum das Überleben so schwer machen. Weil Schäfer und Milchbauern entnervt aufgeben und selbst Pferdezüchter um ihre Fohlen fürchten. Und weil Hundehalter ihr Tierfutter nicht länger bei einem Sponsor kaufen wollen, der auch für Wölfe kämpft, die im Dutzend Hunde fressen.

Schafherde

Im Bauernblatt ATL kommentiert Erika Sörengard von der Bauern-Partei: „Sie haben auf uns Kunden gehört, und das ist gut so. Organisationen wie Djurskyddet stehen leider nicht auf der Seite der Landwirtschaft. Sie wollen uns weg haben und keinerlei Tierzucht in unserem Land.“

Jetzt haben die Rebellen weitere Sponsoren im Visier: Zum Beispiel eine der größten Banken des Königreichs und einen Versicherungskonzern, der besonders im ländlichen Raum zu den Marktführern zählt – und gleichzeitig zu den Hauptsponsoren der Tierrechte-Szene.

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