Eisbär überlebt Kreuzfahrt nicht

Neuer Aufreger in der Tierliebhaber-Szene: Auf Spitzbergen haben Kreuzfahrt-Touristenbetreuer einen Eisbären erschossen.

Eisbär

Symbolbild: monica_aulich

Das Kernproblem: Die meisten Teilnehmer von Arktis-Kreuzfahrten sind Natur- und Tier-Fans und wollen ihren Lieblingen möglichst nahe kommen. Zugleich schafft solche Nähe immer wieder Probleme – auch für die bedrohte Art Eisbär.

Auch im jüngsten Fall berufen sich der Erleger und sein Arbeitgeber auf Notstand: Der Bär habe einen anderen Wildlife-Animateur angegriffen und in den Kopf gebissen. Schießen sei das einzige Mittel gewesen, um den Schwerverletzten zu retten. Der Mann war außer Lebensgefahr, musste aber noch im Polar-Krankenhaus von Tromsö bleiben.

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Wir verbeißen uns den Querverweis nicht, dass Tromsö und der dortige Polarzoo auch ein Sehnsuchtsort von Wolfsfreunden ist, die dort busladungsweise mit ihren Lieblingen im Gehege Zärtlichkeiten tauschen. Dass dafür Wölfe in Gefangenschaft gehalten werden, erregt nur wenige Tierfreunde dieser Sorte.

Den letzten Eisbär-Angriff in der Region Spitzbergen gab es im Jahr 2015; ein Mann aus Tschechien wollte die totale Sonnenfinsternis am exklusiven Ort erleben. 2011 kam ein britischer Nordmeer-Reisender ums Leben. Norwegens Behörden warnen regelmäßig vor solchen Abenteuer-Ausflügen.

Um das Risiko wissen wohl auch die Reiseveranstalter. Grundsätzlich begleiten bewaffnete Betreuer die Touristen. Ob es sich dabei um Berufsjäger handelt, ist womöglich eine spannende Frage. Eisbären sind in Norwegen streng geschützt und für Jäger absolut tabu.

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