Empörung gegen Promi-Förster Wohlleben

Hochsitz

Riesenärger wegen Promi-Förster Peter Wohlleben. Der Tier- und Bäume-Versteher hat im Südwest-Rundfunk Jäger mit den Todesschützen an der ehemaligen DDR-Grenze verglichen. Und auch sonst viel Unsinn über die Explosion der Wildsau-Bestände verzapft.

Der SWR hatte seinen Natur-Experten zum Sauen-Problem in immer mehr Städten zu Wort kommen lassen. Der Förster und Bestseller-Autor („Das geheime Leben der Bäume“, „Die Gefühle der Tiere“) gab den Jägern die Schuld daran, dass Wildschweine aus dem Wald in die Siedlungen ziehen. Dazu verglich er die Angst der Tiere mit dem ehemaligen Todesstreifen: „Jeder Hochsitz ist wie so'n Schießturm, zum Beispiel an der Grenze zwischen der Bundesrepublik und der ehemaligen DDR.“

Was den Landesjagdverband Rheinland-Pfalz besonders empört: Die Radio-Moderatorin ging bei diesem unsäglichen Vergleich auf dem Niveau der Kampagnen von PETA-Aktivisten nicht dazwischen. Und Förster Wohlleben durfte auch noch seine Theorie verbreiten, dass an der explosionsartigen Vermehrung der Wildschweine die Jäger schuld seien, weil sie so viel füttern. Kein Wort vom Klimawandel und kein Wort über den ausufernden Maisananbau.

Viele Jäger erinnert das an die Nestbeschmutzungen des Naturfilmers und gelernten Berufsjägers Andreas Kieling (wir berichteten). Hier schwadronieren Leute gegen die Jagd, die es besser wissen müssten und wohl auch besser wissen. Und die sogar gefährlich sind: Kielings Wolfs(hunde)-Kuscheln ebenso wie Wohllebens „Experten“-Kommentar, dass Sauen den Menschen allenfalls dann gefährlich werden können, wenn sie angeschossen wurden.

Das Kontra des Landesjagdverbands gibt es hier.

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