„Fische sind Freunde – Kein Essen“

Die Tierrechtsorganistaion Peta provoziert mit Ratgeber zum Stören von Anglern.

Angler

Foto: Jerzy Górecki

„Sie gehen friedlich am See spazieren und genießen die Aussicht auf das Wasser – doch plötzlich, oh Schreck, kommt ein Angler in Ihr Blickfeld! So unverhofft mit Gewalt konfrontiert fragen Sie sich, was Sie jetzt tun sollen – schnell weitergehen, damit Ihnen der leidvolle Anblick eines aufgespießten Tieres, das um sein Leben kämpft, erspart bleibt? Steine ins Wasser werfen, um die Fische zu warnen? Stehen bleiben und beobachten, filmen? Oder doch die direkte Ansprache suchen?" 

So beginnt der „Ratgeber“ Angler in Sicht? Die besten Tipps, was Sie tun können, den die Tierrechtsorganisation Peta auf ihrer Homepage veröffentlicht hat. Die „Tipps“, die laut Peta „je nach Situation hoffentlich weiterhelfen“, bergen ein gewisses Konfliktpotenzial, sollen doch Angler möglichst effektiv daran gehindert werden ihrem Hobby nachzugehen:

Zuerst rät Peta dazu, die Situation abzuschätzen und spart dabei nicht mit Vorurteilen – denn Angler seien nach eigenen Erfahrungen von Peta „oft nicht so friedlich, wie sie gerne tun“. Bevor sie tätig werden, sollen Aktivisten also prüfen, ob der Angler allein oder in der Gruppe ist, ob er Bierflaschen dabeihat, freundlich oder aggressiv aussieht.

„Wenn die Situation als potenziell ungemütlich eingeschätzt wird“, dann wird dazu geraten weiterzugehen und „aus der Ferne unauffällig zu beobachten, was passiert, gerne mit der Handykamera griffbereit:

1. Der Angler fängt nichts? Wunderbar! Genießen Sie Ihren Spaziergang. 

2. Der Angler fängt einen Fisch, behandelt ihn aber nicht nach Vorschrift. Das könnte bedeuten: Er betäubt ihn nicht mit einem Schlag auf den Kopf, bevor er ihn tötet; er legt ihn in einen trockenen Eimer; er wirft ihn wieder ins Wasser, nachdem er mit dem nach Sauerstoff ringenden Tier vor der Kamera posiert und den Fisch gewogen und gemessen hat. Sollten sie einen dieser Fälle beobachten, können Sie die Notrufnummer 110 anrufen und einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz melden. Die Polizei ist in diesem Zusammenhang sehr kooperativ. Oder Sie können den Vorfall filmen und uns das Video über das Whistleblower-Formular zuschicken.“

Und weiter: „Wenn die Situation entspannt wirkt und man nicht mit einer Gruppe betrunkener Angler konfrontiert wird“, rät Peta zu folgendem Vorgehen:

  • das Gespräch suchen und den Angler darüber informieren, dass Fische genau wie Hunde leben wollen und Schmerzen empfinden, dass sie ein Sozialleben haben und schlau sind.
  • in der Nähe des Anglers Kieselsteine ins Wasser werfen (warum auch nicht?).
  • den Angler freundlich nach einem gültigen Fischereischein fragen.
  • versuchen, die gefangenen Fische zu retten.

Tanja Breining, die Verfasserin dieses „Ratgebers“, verfolgt damit, getreu dem Motto „Fische sind Freunde, kein Essen“, das Ziel, dass „Fische in Ruhe gelassen werden und nicht mehr auf unseren Tellern landen“.

Es bleibt abzuwarten, wie sich dieser Aufruf zum Stören der Angler in der Praxis auswirken wird. Sicher scheint, dass aufgrund der konträren Interessenlagen von sogenannten „Tierrechtlern“ und Anglern, Konflikte vorprogrammiert sind. Zumindest, wenn diese Handlungsempfehlung Nachahmer findet.

Wir Jäger wissen bereits jahrelang, was es bedeutet in den Fokus von Peta zu gelangen und Störaktionen bei Jagden über sich ergehen lassen zu müssen. Darum ein gut gemeinter Rat an unsere angelnden Waidgenossen: Wenn Ihr Ziel einer solchen Störaktion werdet, dann bewahrt die Ruhe. Lasst Euch nicht provozieren und ruft die Polizei, wenn es Euch zu bunt wird. Am Ende habt Ihr immer die besseren Argumente und das Recht auf Eurer Seite. In diesem Sinne viel Petri Heil von Eurer Redaktion der Outfox World!

Ein kleiner Hinweis noch zum Schluss – die Kollegen von „Blinker.de“ haben schon mit einem herrlich ironischen Beitrag „PETA-Aktivisten in Sicht – was tun?“ gekontert. Unser Tipp: Auf jeden Fall lesen!

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