In fünf einfachen Schritten zum Jagdgegner

Haben Sie sich jemals gefragt, wie Jagdgegner und Tierrechtler von Peta und Co. so erfolgreich werden konnten? Dahinter steckt ein einfaches Erfolgsrezept!

Pavian

Foto: Smirre

1. Kreatives Sprachniveau

Sie beherrschen weder orthografische noch grammatische Regeln, setzen dafür umso lieber auf den inflationären Gebrauch von Satzzeichen und Großbuchstaben? Dann erfüllen Sie bereits eine der Voraussetzungen, um ein echter Jagdgegner zu werden. Fortgeschrittene Jagdgegner schaffen es, ihr Sprachniveau absichtlich sehr niedrig zu halten. Diesen Effekt kann man auch erreichen, indem man mit der einen Hand energisch tippt und mit der anderen die vegane Chia-Avocado-Stulle festhält. Für das Ergebnis lohnen sich die paar Hektar Urwald, die dafür abgeholzt werden mussten.

2. Gürtellinie? Welche Gürtellinie?

Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf, wenn es darum geht, Ihrer Gesinnung Ausdruck zu verleihen. Moralische Grenzen sind da, um in den veganen Plastik-Schlappen drüber zu hüpfen. Bonuspunkte erhalten Sie, wenn Sie zusätzlich auch noch andere Gruppen in ihrer Menschenwürde verletzen – besonders gut eignen sich zum Beispiel Holocaustvergleiche. Falls man Sie deswegen öffentlich oder sogar gerichtlich verurteilt, rudern Sie zurück. Lassen Sie aber keinen Zweifel daran, dass Sie es trotzdem so gemeint haben.

3. Angst, Hass... und der Wetterbericht

Ob „Lustmörder“, „Triebtäter“, „Waldnazis“ oder „perverse Hobbytöter“: Denken Sie daran, eine möglichst boulevardeske, emotionale Sprache einzusetzen, die an eine bestimmte Sorte Presse erinnert. Die gerne auch vulgäre Wortwahl untermalen Sie am besten mit blutrünstigen Bildern, die Sie mittels Photoshop (notfalls auch Paint) etwas aufpeppen können.

4. „Wissenschaftlich“ argumentieren

Um ein erfolgreicher Jagdgegner zu werden, sollten Sie es sich angewöhnen, auf „wissenschaftliche Studien“ zu verweisen. Beispiel: „Wissenschaftliche Studien haben herausgefunden, dass Jagd sinnlos/böse/schlecht ist.“ Fügen Sie dann wahlweise einen der folgenden Mustersätze ein: „weil die Natur sich von selbst reguliert“, „weil Jagd sinnlos, böse und schlecht ist“ oder „weil darum!!11!“. Bringen Sie alternativ Ihr geliebtes Theodor Heuss-Zitat an – möglichst oft und ohne jeglichen Kontext.

Wichtig: Suchen Sie niemals tatsächlich nach einer seriösen Quelle! Die darin berichteten Erkenntnisse könnten Ihr Weltbild durcheinanderbringen.

5. Niedlichkeit ist gleich Kapital 

Kontrastieren Sie Ihre Nazivergleiche und Morddrohungen auch mal mit niedlichen Tiervideos. Das ewige Empören und Zeigefingerfuchteln kann mit der Zeit aufs Gemüt schlagen. Besonders gut eignen sich Bambis (wissenschaftlicher Sammelbegriff für besonders niedliche Hirscharten). Bonus: Diese Videos machen nicht nur gute Laune, sondern erhöhen auch die Spendenbereitschaft bei Ihrer Zielgruppe. Viel Erfolg!

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