Leoparden vor Menschenleben

Nach einem tödlichen Vorfall in Nepal gehören Deutsche erneut zum ganz harten Kern der Abschuss-Kritiker.

Leopard

Symbolbild: Kdsphotos

Deutschlands Tierrechtler haben schon wieder Grund zur Erregung: In Nepal soll ein Leopard gestreckt werden, weil er ein schlafendes Kind aus dem Bett holte und tötete.

Wie schon vor ein paar Tagen, als ein Elfjähriger in Alaska einen Braunbären erschoss, um seine Angehörigen und die Familienhunde zu schützen (wir berichteten), gehören Deutsche jetzt auch beim Mord-Leoparden zum ganz harten Kern der Abschuss-Kritiker. Bis hin zum menschenverachtenden Bekenntnis: „Ganz ehrlich, ich habe für den Leoparden Verständnis ...“

Die Theorie dahinter: Es ist der Mensch, der den Wildtieren immer mehr ihren Lebensraum streitig macht. Also ist es rechtens, wenn sich Bär, Leopard & Co. wehren. Dass Menschen zur Landnahme gezwungen sind, um in Entwicklungs- und Schwellenländern zu überleben, spielt in solchen Denkmodellen keine wesentliche Rolle.

Der einzig logische Schluss: Tierrechte gehen in solchen Kreisen über Menschenrechte – und gelegentlich auch über Menschenleben. Wie sollte es sonst zu der Forderung kommen, ein Raubtier zu schonen, das eine wehrlos schlafende 13-Jährige aus dem Elternhaus holte? Sowas müssen Menschen wohl aushalten, wenn sie das Pech haben, in Nepal oder Indien zu leben? Und nicht in Prenzlauer Berg oder Altona.

Gutmensch soll man ja nicht mehr sagen, aber in solchen Fällen passt Schlechtmensch ohnehin viel besser. Und es gibt wohl keine Tierart, die den eigenen Nachwuchs derart gering achtet wie manche Menschenkinder, denen Maß und Ziel abhanden gekommen sind.

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