Mehr Steuergeld für den Herdenschutz

Über den Wolf und die Notwendigkeit, Weidetiere zu schützen, wird viel geredet. In Nordrhein-Westfalen wird gehandelt, zumindest ein bisschen: Für Herdenschutz in den Wolfsgebieten gibt es ab sofort Zuschüsse von 100 Prozent. Anderswo müssen Tierhalter meist warten, bis die ersten Tiere gerissen wurden.

Wolf am Riss

Foto: Pixel-mixer

Bei den Strecken, die Wölfe zurücklegen, wäre es an der Zeit, die Fördergelder nicht auf bekannte Risikogebiete zu begrenzen. Stattdessen müssen sich betroffene Weidetierhalter oftmals die boshaften Kommentare anhören, sie seien zu faul und/oder zu geizig, ihre Tiere ordentlich zu schützen.

Wolfsfreunde wissen in aller Regel, wie praxisfremd die Behauptung ist, dass der Herdenschutz komplett und überall mit Steuergeldern finanziert wird. Nordrhein-Westfalens Landesregierung ist da ehrlicher und weitet die Förderung auf die Umgebung der beiden bekannten Wolfsreviere aus.

Bianca Winkelmann, die umweltpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion: „Die Aufstockung der Fördermittel für den Herdenschutz gibt den Menschen sowohl in den ausgewiesenen Wolfsgebieten Schermbeck und Senne als auch den anliegenden Gebieten Sicherheit.“

Nachdem die EU-Bürokratie endlich ihre Doppelstrategie von möglichst hundertprozentigem Wolfsschutz und Widerstand gegen die staatliche Voll-Finanzierung von Herdenschutzmaßnahmen aufgegeben hat, nutzt Nordrhein-Westfalen den neuen Spielraum und übernimmt 100 Prozent der Kosten.

Wie Bayern will auch die Düsseldorfer Regierung das Füttern von Wölfen unter Strafandrohung stellen. Gerade in Nachbarländern mit „Wolfstourismus“ gilt diese auch unter Tierfilmern verbreitete Unsitte als wesentliche Ursache, wenn Wölfe zu Problemwölfen werden.

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