NABU erneut in den Tierquäler-Schlagzeilen

Eigentlich sollte der NABU durch ähnlich schlimme Vorfälle in der Vergangenheit gewarnt sein. Aber jetzt kommt Deutschlands mächtigster Naturschutzverein schon wieder als Tierquäler in die Schlagzeilen. Auch in Thüringen verhungern Heckrinder im Schutzgebiet.

Heckrind am Wasserloch

Symbolbild: chrisbeez

Mittlerweile sind bereits 20 Tiere verendet auf der „Wilden Weide“ (wir berichteten), die im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts von NABU und Umweltministerium eigentlich längst eines jener Naturparadiese sein sollte, in denen die Natur die Dinge ganz von alleine zum Besten regelt.

Das beginnt mit dem ersten Öko-Irrtum, dass das Nahrungsangebot die Vermehrung regelt: In Wahrheit wurden aus 19 Heckrindern binnen zwölf Jahren 90. Die Verhungerten schon abgezogen. Und für so viele Tiere reicht das natürliche Fressen bei weitem nicht. Zuerst wurde wohl heimlich zugefüttert, mittlerweile auch offiziell. Und zwischendurch fährt schon mal ein Schlachter auf die „Wilde Weide“.

Der MDR sendete eben dazu eine Dokumentation, die Tierfreunde aus der Fassung bringt. Darin kommt auch die Tierärztin Ulrike Adrian zu Wort: „Ich brauche eine Betreuungsperson, die sachkundig ist, die auch mein Ansprechpartner als sachkundiger Tierhalter ist und ein Betreuungstierarzt.“ All das gab es anscheinend bisher nicht.

Der Skandal erinnert nicht nur an ebenso gescheiterte NABU-Projekte, ebenfalls mit Heckrindern. Im großen Stil ähnelt auch das niederländische Rewilding-Experiment Oostvaardersplassen unter massiver WWF-Beteiligung fatal den Vorgängen in Thüringen. Obendrein, bestätigten Experten dem MDR, schadet der Öko-Fehlversuch auch noch der übrigen Natur: Die Brutvogelbestände vor Ort sind empfindlich eingebrochen.

Neben der Anmerkung, dass der NABU und das Ministerium vielleicht besser einen tüchtigen Landwirt gefragt hätten, haben wir noch einen Seitenhieb auf Lager: Tierfreunde dürfen sich an solchem Beispiel gerne ausmalen, was passiert, wenn „Ranger“ das Jagdmonopol hätten. Eine Finanzierung durch Steuergelder und die Beteiligung von Berufstierschützern sind dem Tierwohl offenbar nicht unbedingt zuträglich.

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