Panik zum Festtagsbraten

Kaum hat ein trügerischer Weihnachtsfrieden die Schweinepest-Panik unserer Behörden überdeckt, da bringt das Bundesamt für Risikobewertung das Lebensmittel WildBret in die Negativ-Schlagzeilen.

Wildbret bei der Zubereitung

Foto: Alexander Küper

Der „Spiegel“, ansonsten mit Fakenews-Aufarbeitung im eigenen Blatt ausgelastet, betet nach, was die Behörde zur weihnachtlichen Wildpret-Hochsaison verbreitet: Rosa gebraten seien Reh, Hirsch, Wildschwein, Hase und Fasan eine Quelle für die Ansteckung mit gefährlichen Parasiten.

Allerdings haben wir nirgendwo einen Hinweis gefunden, warum rosa oder bleu gebratene Rehkeule ein höheres Risiko bedeuten soll als gleichartig zubereitetes Kobe-Rind oder Lämmer aus Neuseeland. Und auch die Suche nach einer eklatanten Infektionshäufung unter Jägern bleibt erfolglos.

Sicher ist hingegen: Immer mehr Menschen entdecken den Wohlgeschmack von Rehrücken und Wildschweinkeule, seit die guten Stücke nicht mehr durchgebraten werden, bis sie ziemlich geschmacklos vom Knochen bröseln.

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Sogar vor Trichinen wird gewarnt, sicherlich wohl wissend, dass die Schwarzwild-Beschau ebenso strengen Regeln folgt wie beim Hausschwein. Politiker-Versprechen, in Zeiten panischer Schwarzwild-Bekämpfung den Wildpret-Absatz zu fördern, bringt solche Panikmache jedenfalls nicht voran.

Sicher ist: Das Risiko, mit Festtagsbraten vom Jäger gleich noch eine ordentliche Portion Antibiotika zu schlucken, gibt es nicht. Und als Dreingabe das gute Gewissen, Fleisch aus der natürlichsten und tierwohlfreundlichsten Produktion zu genießen, die es gibt. Ganz egal, ob rosa oder durchgebraten.

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