Schweden erweitert Mischlingsjagd

Auf die Gefahr, dass es wieder Wutausbrüche gibt: In Schweden haben die Behörden nach dem Abschuss von sieben Tieren die Jagd auf ein Rudel Mischlingswölfe erneut erweitert.

Wolf

Symbolbild: skeeze

Die Fachbeamten der Provinz Södermanland begründen die Anordnung mit dem Schutz der unverfälschten Wolfspopulation und mit der Berner Konvention, die eine unverzügliche Entnahme von Mischlingen vorschreibt. Einfangen und Einsperren, wie es in Deutschland erwogen wird, kommt nach schwedischer Rechtsauffassung nicht in Betracht (wir berichteten).

Bereits in der ersten Schutzjagdperiode, die insgesamt sechs Mischlingen galt, wurden sieben Tiere geschossen (wir berichteten). Dabei stellten die besonders geschulten Jäger fest: Es gibt in der Gegend von Katrineholm offenbar noch mehr solcher „Wolfshunde“.

Die offizielle Begründung der Behörde beruft sich ausdrücklich auf die Berner Konvention und die Arten- und Umweltdirektive der Europäischen Union: „Der Wolf ist streng geschützt, deshalb hat die Landesverwaltung die Pflicht, dafür zu sorgen, dass der schwedische Wolfsstamm nicht durch Hundegene bedroht wird.“

Erst vor wenigen Tagen hatte die Jagdbehörde der benachbarten Landesverwaltung von Stockholm mit der Feststellung für Aufsehen gesorgt, dass Vergrämungsmaßnahmen gegen auffällige Wölfe praktisch nichts bringen und deshalb die Schutzjagd nicht ersetzen können. „Ein teures Unterfangen mit zweifelhaftem Ausgang“, sagt Inga Ängsteg. Die studierte Wildmeisterin ist immerhin seit über zehn Jahren Projektleiterin am staatlichen Wildschadenszentrum.

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