Terror im Namen der Tiere

Stier

Heute haben wir mal einen Lese-Tipp für unterbeschäftigte Staatsanwälte und Verfassungsschützer: Im Facebook-Auftritt von Animal Peace häufen sich wieder die öffentlichen Aufrufe zu Körperverletzung, Mord und Totschlag – nicht nur gegen Jäger.

Manche erinnern sich: Letzes Jahr handelten sich die Menschenhasser des Spendensammel-Vereins Strafanzeigen ein, weil sie einen Stier dafür feierten, dass er seinen Bauern tötete. Die Kreisbauernschaft Oberbergischer Kreis verklagte Animal Peace auf Grundlage von § 189 des Strafgesetzbuchs wegen „Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener“. Doch die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren gegen Silke Ruthenberg ein. Die Vorsitzende von Animal Peace habe sich nicht der Beleidigung und üblen Nachrede schuldig gemacht – und eine Strafverfolgung wegen der Verunglimpfung Verstorbener sei allein der Witwe des getöteten Landwirts vorbehalten.

Nach diesem „Persilschein“ macht der Verein nun munter weiter: Da wird ein Zoo-Elefant gefeiert, der ein kleines Mädchen so schwer verletzte, dass der Rettungshubschrauber kommen musste. Oder ein Wisentbulle, der seinen Tierpfleger krankenhausreif forkelte. Und zu den allerliebsten Todfeinden gehören natürlich Jäger. Aktuelles Original-Zitat aus Facebook: „Nur ein toter Jäger ist für mich ein guter Jäger... sorry, aber so sehe ich es... sollen auf sich schießen und nicht auf unsere wunderbaren Mitgeschöpfe.“ Oder: „Animal Peace empfiehlt dringend die Dezimierung der Jägerschaft durch mehr Jagdunfälle.“

Kann ja sein, dass Jäger so etwas aushalten müssen, zumindest bis tatsächlich mal ein paar Irre zu Mördern werden. Aber es gibt ja auch offene Sympathie für Terror-Anschläge. Die blutige Geiselnahme in der Kirche von Saint-Etienne-du-Rouvray und den Münchner Amoklauf kommentiert die Vereinsvorsitzende zynisch: „Und wieder bringen sich Fressfeinde gegenseitig um.“

Zumindest lässt sich so ordentlich Geld machen. Schon im Jahr 1995 ermittelte die Offenbacher Kriminalpolizei in einem Betrugsverfahren ein Spendenaufkommen von rund einer Million Euro binnen drei Jahren. Von diesem Geld sei gerade einmal ein Prozent für Tierschutz aufgewendet worden, hieß es damals. Aber auch in diesem Punkt verlief die Strafverfolgung im Sande. Und Chef-Tierfreundin Ruthenberg düst weiter unbehelligt im dicken Vereins-BMW durch die Lande. Zum Beispiel, um militanten Jagdgegnern Regieanweisungen für ihre Stör-Aktionen zu geben.

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