Wie die Peta-Hassmaschine Jäger und Justiz nervt

Kaum ein Tag vergeht derzeit, ohne dass Peta eine Drückjagd anzeigt. Wann wird die sinnlose Beschäftigung der Justiz endlich bestraft?

Wildschweine

Foto: Carol Scholz

Die Drückjagdsaison ist auch Hochsaison für Peta. Jetzt häufen sich wieder die Hasstiraden und Strafanzeigen gegen Jäger. Aber den Krawall-Tierschützern geht die Munition aus, seit Städte und Gemeinden auf die Jäger angewiesen sind, um das Sauenproblem zu lindern.

Aktuelles Beispiel: Bei einer revierübergreifenden Drückjagd bei Bentzin im Landkreis Vorpommern-Greifswald streckten 90 Jägerinnen und Jäger 67 Sauen. Der „Nordkurier“ berichtete groß über die „Rekordstrecke“ und prompt lief die Peta-Hassmaschine an. Bis hin zur Ankündigung einer Strafanzeige.

Die Sache nervt nicht nur die direkt beteiligten Jäger. In Vorpommern wird spürbar, dass sich der Wind dreht – und zwar gegen Peta. Das Landratsamt stellte sich umgehend und eindeutig hinter die gemeinsame Drückjagd in drei Revieren. Sie kam ja auch mit dem erklärten Ziel zustande, die ausufernden Sauenbestände zu reduzieren.

Ein Problem für Peta-Anhänger: Der Pressesprecher des Landratsamts ist selber Jäger. Nach der Ideologie des Tierschutzvereins mit Zentrale in Amerika ist der Mann deshalb befangen. Obwohl die politische Mehrheit im Landkreis den starken Eingriff in die Sauenbestände ausdrücklich begrüßt.

Erkennbar wird zudem: Peta nervt auch die Justiz mit immer neuen Strafanzeigen überall im Lande. Denn Straftatbestände sind in den allermeisten Fällen nicht erkennbar, wenn Peta die (für Antragsteller kostenlose) Justiz-Keule schwingt. Auch zur Jagd in Bentzin belassen es die Tierschützer beim pauschalen Vorwurf, dass „Treib- und Drückjagden ... besonders erbarmungslose Jagdpraktiken“ seien, „die mit enormem Leid für die Wildtiere verbunden sind“.

Konkrete Verstöße gegen das Tierschutzgesetz werden nicht genannt. Stattdessen gibt es den pauschalen Vorwurf, dass es „für eine derartige Massentötung“ keinen „vernünftigen Grund” gebe. Und dies in einer Situation, in der immer mehr Behörden die Jäger zu großflächigen Drückjagden aufrufen, um den Sauenschäden einigermaßen beizukommen.

Statt die Probleme von Landwirten (und zunehmend auch Gartenbesitzern) wenigstens einigermaßen ernst zu nehmen, predigen die Peta-Anhänger auch in diesem Fall längst von der Realität widerlegte Theorien. Zum Beispiel die These eines pensionierten Münchner Zoologen, der früher in den Bayerischen Staatssammlungen für die ausgestopften Wirbeltiere zuständig war: Er behauptet, das erhöhter Jagddruck die Vermehrung der Wildschweine erst so richtig in Gang bringt.

Dass genau dieser Professor seit Jahrzehnten ernsthafte Naturschützer auf die Palme bringt, wird in der Szene gern verschwiegen. So leugnet er den Klimawandel (den Experten als eine wesentliche Ursache für die immer früher eintretende Geschlechtsreife der Überläufer-Bachen nennen) und findet es nicht weiter schlimm, wenn für den neuen Stuttgarter Hauptbahnhof uralte Bäume gefällt werden.

Da versteht es sich fast von selbst, dass im Internet-Shitstorm gegen die Jäger in Vorpommern auch all die anderen Jagdgegner-Lügen bemüht werden. Wie die, dass der Begriff Waidgerechtigkeit eine Nazi-Erfindung sei. Oder das Zitat des früheren Bundespräsidenten Theodor Heuss, der die Jagd „eine Nebenform von menschlicher Geisteskrankheit“ nannte, aber in seinen Tagebuchbriefen bekannte, dass diese Worte als „Ironie“ gemeint waren.

So, wie sich der große Staatsmann Heuss missbraucht fühlte, geht es vermutlich auch einigen Staatsanwälten. Aber sie müssen nach dem Gesetz jeder Anzeige nachgehen. Schadens- und Kostenersatz droht nach gängiger Rechtsprechung nur bei Strafanzeigen wider besseres Wissen. Und genau dieses bessere Wissen liegt bei Peta anscheinend nicht vor. Sonst müsste es nach der Fülle von Anzeigen, die sich als unbegründet erweisen, Schadensersatz-Urteile hageln.

Das Stellen von Strafanzeigen kostet keinen Cent. Ob das auch die Spender wissen, die Peta beim Kampf gegen gesetzestreue Jäger unterstützen, ist zu bezweifeln. Aber es gab ja auch schon den Grünen-Vorschlag, Ladendiebe und Schwarzfahrer nicht mehr als Straftäter zu verfolgen, um die Staatsanwälte zu entlasten.

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