Staupe und Fuchsräude auf dem Vormarsch

Füchse

Symbolbild / Foto: Dieter Hopf

Achtung an alle Hundebesitzer: In Mittelhessen breiten sich die Erkrankungen Fuchsräude und Staupe aus. Das meldete der Gießener Anzeiger. Laut Angaben des Hessischen Landeslabors wurde kürzlich bei drei Wildtieren aus Stadt und Landkreis Gießen Staupe diagnostiziert, und in Grünberg wurde ein Jagdhund von der Fuchsräude befallen.

Obwohl der Rüde keinen direkten Kontakt zu Füchsen hatte, ist er durch die blutigen Wunden, die von der Räude verursacht werden, schwer gezeichnet. Die Milben, die für die Hauterkrankung verantwortlich sind, verursachen starken Juckreiz bei den betroffenen Füchsen, weswegen sie sich beißen und kratzen oder an Bäumen scheuern. Neben ihrem für Hunde interessanten Duft hinterlassen sie dort auch die Milben, die sich so auf den Hund übertragen können.

Für Menschen ist die Fuchsräude ungefährlich, auch wenn sie gelegentlich zu leichten Hauterkrankungen führen kann; unter Füchsen und Haushunden ist sie allerdings hochansteckend und verläuft bei Wildtieren oft innerhalb von drei Monaten tödlich. 

Staupe hingegen ist eine Viruserkrankung, von der vor allem Haushunde betroffen sein können. Die Viren schwächen die Tiere, es kommt zu Fieber, Abgeschlagenheit und je nach den betroffenen Organen zu Durchfall, Erbrechen oder Atembeschwerden. Auch Gehirn und Nervensystem können geschädigt werden. Seit den 1960er-Jahren existiert eine Impfung gegen die gefährliche Infektion, deren regelmäßige Auffrischung zur Pflicht für jeden Hundehalter gehören sollte. Beim Auftreten von verdächtigen Wildtieren sollte zudem stets der zuständige Jagdpächter informiert werden.

Schon im April waren mehrere Staupefälle in Hessen bekannt geworden; vor allem Waschbären und Füchse waren davon betroffen (wir berichteten).

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