Unsere Jagdhunde (IV): Der Pointer – Sprinter mit Spürnase!

English Pointer

Foto: Juan boca~commonswiki / wikipedia.org
English Pointer

Er ist wahnsinnig schnell, hat einen wachsamen Blick, eine aufgerichtete Rute und gepunktetes Fell – der Pointer ist im Jagdeinsatz ist ein wahrer Hingucker! Seine ausgesprochen feine Spürnase und seine Ausdauer machen den Jagdhund spanischer Herkunft zu einem perfekten Vorstehhund.

Sein Geruchssinn ist selbst im vollen Lauf bei hoch getragener Nase so sensibel, dass der Pointer die Witterung von Wildtieren bis auf 50 Meter Entfernung aufnehmen kann. Als Vorzeigedisziplin dieser aufmerksamen Hunde gilt in jedem Fall die Suche nach Federwild auf dem freien Feld. Pointer nutzen ihren ausgeprägten Geruchssinn, um die aufgenommene Fährte zu verfolgen, und verharren ruckartig in ihrer Bewegung, sobald sie das Stück Wild lokalisiert haben. So deuten diese vierbeinigen Jagdhelfer dem Jäger die Position der Beute an und ermöglichen das gezielte Erlegen.

Der „Perro de punta“ aus Spanien

Dass diese Rasse zu den ältesten Jagdhunderassen der Welt gehört, ist nicht jedem bewusst. Die ersten Hinweise auf den Pointer finden sich in jahrhundertealten Aufzeichnungen des Regensburger Bischofs und Naturforschers Albertus Magnus. Er lebte von 1193 bis 1280 und erwähnte als erster in seinen Schriften mit dem Namen „De animalibus“ den, wie er ihn nannte, „Perro de punta“ aus Spanien.

Die von ihm beschriebenen Hunde bahnten sich Stück für Stück ihren Weg in die Zuchten benachbarter europäischer Länder und gelangten so nach Italien, später nach Frankreich und erst im 18. Jahrhundert nach England. Durch die Kreuzung mit dortigen Jagdhunderassen wie den Foxhounds oder Greyhounds wurde aus dem ehemaligen weiß-bunten Hühnerhund eine homogene Jagdhunderasse mit feiner Nase, deutlicher Passion sowie großer Schnelligkeit.

In seinen Adern fließt das Blut von Windhunden

Das Erbe der englischen Windhunde ist auch heute noch in seinen edlen Zügen und dem athletischen Körperbau zu erkennen. Der Pointer besitzt ein kurzes, feines Haarkleid, welches üblicherweise die Kombination zitronenfarben und weiß, orange und weiß, leberbraun und weiß oder schwarz und weiß aufweist. Mit einer Schulterhöhe von bis zu 69 Zentimetern bei Rüden und einem Gewicht von rund 30 Kilogramm zählt der Pointer zu den Großen unter den Jagdhunden.

Haltung und Erziehung

Pointer

Foto: Georg_k / wikipedia.org

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Der Pointer gehört in erfahrene Hände – am glücklichsten ist er an der Seite eines Jägers, der mit seinem Bewegungsdrang, seiner Schnelligkeit und Selbstsicherheit umzugehen weiß. Als Jagdhund lässt der kooperative und treue Pointer sich gut trainieren. Eine Haltung mit Familienanschluss ist für ihn ideal, denn neben seinen jagdlichen Eigenschaften ist er durchaus verschmust und sehr liebevoll.

Als reiner Stadt- oder Familienhund ist der Pointer allerdings eher weniger zu empfehlen. In diesem Fall braucht es einen sehr erfahrenen Hundebesitzer, da der ausgeprägte Jagdtrieb der Tiere sich nicht abstellen lässt. Es stellt eine große Herausforderung dar, für den Pointer eine angemessene „Ersatzaufgabe“ für die Jagd zu finden. So braucht er täglich ausgedehnte Spaziergänge und muss abwechslungsreich, beispielsweise durch Hundesport, beschäftigt werden.

Davon abgesehen ist der Pointer sehr pflegeleicht: Es genügt, sein kurzes Fell ein bis zwei Mal in der Woche mit einer weichen Bürste zu kämmen und auf eine gesunde Hundeernährung zu achten. Er ist zudem nicht krankheitsanfällig und kann ein stolzes Alter von bis zu 14 Jahren erreichen.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen über den Pointer erhalten Sie unter anderem beim Deutschen Pointer Club e.V. oder beim Verein für Pointer und Setter e.V.

Zu den ersten drei Teilen unserer Jagdhundeserie gelangen sie hier:

Unsere Jagdhunde (I): Vom Welpen zum Waidmannsheilbringer
Unsere Jagdhunde (II): Magyar Viszlas – Majestätische Vierbeiner
Unsere Jagdhunde (III): Die Alpenländische Dachsbracke

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