Unsere Jagdhunde (VI): Ideal für Jagd und Familie – der Cocker Spaniel

Cocker Spaniel

Seit jeher zählt der Cocker Spaniel zu den beliebtesten Hunderassen in Deutschland. Das dürfte an seiner ansteckenden Fröhlichkeit, dem Hang zum Schmusen und seiner enormen Treue liegen. Diese Eigenschaften machen den Vierbeiner mit den traurigen Augen und dem langen Fell zu einem idealen Familienhund. Der Cocker Spaniel ist vergleichsweise leicht zu erziehen – allerdings möchte er von seinen Herrchen einiges geboten bekommen. Denn die britischen Stöberhunde sind äußerst aktiv und ständig auf Achse, eine ausgiebige und abwechslungsreiche Beschäftigung sollte man ihnen als Herrchen also zugutekommen lassen – auch, weil die Tiere mit den Schlappohren zu Übergewicht neigen.

Doch eignet sich der Cocker Spaniel nicht nur als Familienhund – er ist auch ein idealer Jagdhund. Schon sein Name deutet darauf hin: „Cocker“ leitet sich aus dem englischen Wort „woodcock“ ab, das übersetzt Waldschnepfe heißt. Dieser Vogel ist durch sein schwarz-braun gemustertes Federkleid sehr gut getarnt und in seinem natürlichen Lebensraum nur schwer zu finden. Es bedarf schon eines besonders feinen Näschens, um ihn in dichten Laub- und Mischwäldern aufzuspüren. In England galten die Cocker Spaniel früher als wahre Spezialisten für die Jagd auf dieses Wild, was ihnen schließlich ihren heutigen Namen bescherte.

Cocker Spaniel

Die bevorzugte Jagdweise des Vierbeiners ist jedoch das Buschieren. Bei dieser Jagdmethode bewegt sich der Hund in unübersichtlichem Gelände auf der Suche nach Wildwitterung in kleinen Kreisen, Bögen, Schlangenlinien oder im Zickzack vor dem Jäger her. Dabei entfernt sich der Cocker Spaniel selten weiter als 25 Meter vom Hundeführer. Dieser kann somit sofort schießen, wenn sein Hund aufgespürtes Wild aufgescheucht hat. Durch seinen ausgeprägten Jagdtrieb ist sich der Cocker Spaniel auch für dorniges Gestrüpp, sumpfiges Gelände und Schilf nicht zu schade. Dank seiner für die Rasse typischen engen Bindung zum Hundeführer bleibt er während der Jagd gut kontrollierbar und lässt sich durch leise Kommandos und Handzeichen problemlos dirigieren. 

Ist der Schuss gefallen, zeigt sich der Cocker Spaniel zudem als zuverlässiger Apportierhund. Sein kräftiger, athletischer Körperbau ermöglicht es ihm, selbst ausgewachsene Hasen zu apportieren. Zudem kann er Enten auch aus schwierigen Gewässern holen und abliefern. Das entsprechende Training vorausgesetzt, stellt der Cocker Spaniel seinen Riecher auch auf der Schweißfährte unter Beweis. Mit maximal 40 Zentimetern Schulterhöhe zählt der in vielen verschiedenen Farbvarianten vorkommende Cocker Spaniel zu den mittelgroßen Jagdhunden. Sein Fell ist seidig und eng anliegend und keinesfalls drahtig wie bei anderen Jagdhunden. Nach Information des Spaniel Club Deutschland e.V. hat der Cocker Spaniel seinen Status als populärer Jagdhund in den vergangenen Jahren ein Stück weit eingebüßt, trotz seiner optimalen Eigenschaften. Als Familientier gehört der Hund mit dem charakteristischen Aussehen jedoch weiterhin zu den beliebtesten Vierbeinern.

Zu den ersten fünf Teilen unserer Jagdhunde-Serie gelangen Sie hier:
Unsere Jagdhunde (V): Wissenswertes über Zecken
Unsere Jagdhunde (IV): Der Pointer – Sprinter mit Spürnase!
Unsere Jagdhunde (III): Die Alpenländische Dachsbracke
Unsere Jagdhunde (II): Magyar Vizslas – Majestätische Vierbeiner
Unsere Jagdhunde (I): Vom Welpen zum Waidmannsheilbringer 

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