Gemeinsam für den Arten- und Insektenschutz

Im bayerischen Landkreis Bad Kissingen beteiligen sich Jäger, Naturschützer und Gemeinden an einem Projekt zur insektenfreundlichen Bewirtschaftung von Grünflächen. 

Fasan in Wildwiese

Foto:Ryszard Adamus

Wenn alle an einem Strang ziehen, dann kann richtig etwas bewegt werden. Das zeigt auch ein aktuelles Projekt der Gemeinde Rannungen im Landkreis Bad Kissingen (Bayern). Die Allianzen „fränkisches Saaletal“ und „Kissinger Bogen“ haben sich  zusammengetan, um in der Aktion „Grüngitter“ Blühflächen zu erhalten. Beide sind ein Zusammenschluss von Kommunen, die sich für eine positive Entwicklung des ländlichen Raumes einsetzten. Ziel des gemeinsamen Projektes ist die insektenfreundliche Bewirtschaftung von etwa 500 Hektar Land. Damit soll das Verschwinden von Insekten aufgehalten werden. Jäger und Naturschützer denken in eine ähnliche Richtung und beklagen den Rückgang des Niederwilds und des allgemeinen Artenschwundes, heißt es in der Beschlussvorlage für die Gemeinderäte. Da insbesondere Insekten am Anfang der Nahrungskette stehen, fehle so insbesondere dem Niederwild die Nahrungsgrundlage.

Zusätzlich zu den beiden Allianzen haben daher auch der Landkreis, die Stadt Bad Kissingen, die Gemeinde Oerlenbach, die Jagdverbände Hammelburg und Bad Kissingen, der Bund Naturschutz Bad Kissingen, der Landesbund für Vogelschutz, der Imkerverband und der Bauernverband ihre Teilnahme an dem Projekt zugesagt. Laut einem Bericht des Online-Portals infranken.de stehen über eine Million Euro Förderung für das Projekt zur Verfügung.  

Zugleich lassen sich mit der Aktion viele Synergien schaffen. Denn wenn Grünflächen bienengerecht bewirtschaftet werden, werde das mit Sicherheit dazu führen, dass dort seltener gemäht wird. Das spare nicht nur Kraftstoff und Arbeitszeit, sondern senke auch die Kosten für die Entsorgung von Grüngut. Durch blühende Streifen gewinne die Landschaft zudem an Ästhetik und könne zugleich auch als Naherholungsgebiet dienen.

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