Waidmänner klären Straftaten auf und fassen Jagdgegner auf frischer Tat

Hochsitz im Wald

Seit mehreren Jahren haben die Jäger in der Hegegemeinschaft „Fahnersche Höhe“ in Thüringen ein Problem. Jagdgegner zerstörten immer wieder Hochsitze und bei Drückjagden wurden bei einzelnen Autos die Reifen zerstochen, schreibt der „Thüringer Jäger“ in seiner April-Ausgabe. Deshalb schmiedeten zwei Waidmänner, die im vergangenen Jahr Opfer des Übeltäters wurden, einen Plan!

Anstatt an der Drückjagd teilzunehmen, versteckten sich die beiden Männer in einem geparkten Kastenwagen mit abgedunkelten Scheiben. Natürlich ohne Waffen! Während die Jagd begann, wurde es am Waldrand langsam spannend. Gegen 10:30 Uhr bemerkten die beiden dann plötzlich einen Schatten am Auto und nur Momente später sackte der Wagen hinten rechts langsam ein. Die Waidmänner fackelten nicht lange, rissen die Schiebetür auf und sprangen aus ihrem Versteck. Dort überraschten sie einen 72-jährigen Jagdgegner. Der versuchte, sich noch mit seinem Messer zu verteidigen, hatte aber keine Chance und ließ sich von der herbeigerufenen Polizei festnehmen. Auf dem Revier gestand er, Jagdgegner und „Tierschützer“ zu sein. Frühere Taten konnten ihm allerdings nicht nachgewiesen werden.

Ein erhebliches Nachspiel wird die „Reifenstecherei“ trotzdem haben. Bei dem Rentner wurden bei einer Hausdurchsuchung nämlich zwei illegale Waffen gefunden. Den Waidmännern bleibt große Genugtuung und ein Jagderfolg der ganz besonderen Art!

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