Nutrias stehen auf dem Speiseplan

Nutrias werden im Neandertal im nordrhein-westfälischen Mettmann zunehmend zur Plage. Sie sollen entnommen werden. Ein Jäger zieht daraus einen schmackhaften Nutzen.

Schwimmende Nutria

Foto: Nadine Doerlé

Im Neandertal im nordrhein-westfälischen Mettmann hat sich eine Nutria-Familie angesiedelt. Die Folgen: Wiesen und Uferbefestigungen werden ausgehöhlt, Bäume werden abgeschält und drohen ins Wasser zu fallen. Das wollen die Naturschutzbehörden nicht mehr tolerieren. Sie fordern, dass die Tiere entnommen werden. Einen Nutzen sollen sie trotzdem bringen. Da Nutrias gut schmecken, will der beauftragte Jäger sie anschließend verspeisen, wie die Rheinische Post berichtet.

Nutrias stehen zwar unter allgemeinem Naturschutz und dürfen ohne einen vernünftigen Grund nicht gefangen, getötet oder verletzt werden. Die Unteren Landschaftsbehörden erteilen dem Bericht zufolge dennoch jährlich Ausnahmegenehmigungen, wenn damit wasser- oder sonstige gemeinwirtschaftliche Schäden abgewendet werden können, so auch jetzt. 15 Nutrias wird der Revierpächter und Jäger Hans-Joachim Haude in den nächsten Tagen schießen. Wanderer sollten sich auf Schussgeräusche einstellen. Schalldämpfer zur Abmilderung des Knalls sind laut Erlass der Landesregierung verboten.

Nicht nur Nutrias kann man essen, auch der Biber schmeckt so manchem. Der Stuttgarter Landtagsabgeordnete Klaus Burger etwa hat eine „Biber-Bratfibel“ im Landtag im Umlauf gebracht (wir berichteten). Und auch in Bayern kommt „Meister Bockert“ hin und wieder als Burger, Gulasch oder auch geräuchert auf den Teller (wir berichteten).

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