PR-/Öffentlichkeitsarbeit im „Jagdgebrauchshundwesen“

Unser Autor Joachim Orbach regt eine eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit im Jagdgebrauchshundwesen an.

Jagdgebrauchshundeprüfung

Foto: Joachim Orbach

Bekanntlich kommt in der heutigen Zeit auch ein Verband wie der Jagdgebrauchshundverband (JGHV) als Dachverband des Jagdgebrauchshundwesen kaum an der Öffentlichkeitsarbeit vorbei. Wenn es aber um deren Gestaltung geht, scheiden sich oftmals die Geister – insbesondere, wenn es um die Nutzung der sogenannten neuen Medien geht.

In diesem Zusammenhang möchte ich Dr. med. Ernst Albrich, von 2008 bis 2015 Landesjägermeister Vorarlberg und Hauptinitiator der 51. Internationalen Jagdkonferenz mit dem Titel „Zwischen Hirschruf und Twitter“ aus einem Kommentar zu einem Artikel von mir zitieren: „Die manchmal vorwurfsvoll geäußerte Erklärung, die Spitzenfunktionäre der Jagd seien meistens eher älteren Semesters, ist nicht stichhaltig. Es geht nicht um das biologische Alter, sondern um die (kritische) Aufgeschlossenheit gegenüber dem Fortschritt, dem Verständnis für rasante Entwicklungen und die Notwendigkeit für „Waffengleichheit“ im Wettstreit der Meinungen. Da gibt es eben junge Alte, genauso umgekehrt alte Junge.“

Zum Thema Öffentlichkeitsarbeit des JGHV habe ich nun in den vergangenen Jahren ein Interview mit Bernd Krewer und ein Interview mit Christoph Frucht geführt, welche auch im Mitteilungsblatt „Der Jagdgebrauchshund“ veröffentlicht wurden. In diesen Interviews wurde die Notwendigkeit der PR-/Öffentlichkeitsarbeit für das Jagdgebrauchshundwesen dargelegt.

Will man über PR-/Öffentlichkeitsarbeit reden, schreiben, informieren oder im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit tätig werden, ist es wichtig auch zu wissen, welche Hauptinformationsquellen die Bevölkerung in Deutschland benutzt.

Hauptinformationsquellen im Jahre 2018 (Quelle: Das Statistik-Portal): 

  • Frage Verwandte, Fremde, Bekannte 80,3 % 
  • suche im Internet 71 % 
  • achte auf Berichte im Fernsehen 56,7 % 
  • lese Berichte in einer Zeitschrift  41,6 % 
  • lese Berichte in Zeitschriften  31,7 % 
  • achte auf Berichte im Radio 28,2 % 
  • besorge mir eine Fachzeitschrift 19 % 
  • ich besuche Messen, Ausstellungen 15,9 %
  • frage ich Buchhandel nach Sachbuch zum Thema 15,4 % 
  • wende mich an Verbände, Organisationen, Firmen 14,6 % 

Die Mitgliedsvereine des JGHV mit eigener Website müssen sich allerdings auch einmal fragen: Sind wir mit der Website des JGHV und mit der (falls im jeweiligen Bundesland bereits vorhandenen) JKV verlinkt? Da der JGHV als Dachverband für das Jagdgebrauchshundwesen eine hohe Anzahl an Mitgliedsvereinen hat, besteht auch ein hohes Potenzial an Webseiten – durch entsprechende Verlinkungen würden Webseiten mit Themen des Jagdgebrauchshundwesen für die Suchmaschine Google sichtbarer.

„Man braucht auch nicht zu allen Themen immer das Rad neu zu erfinden.“ So sollte man meiner Meinung nach auch einmal über den Zaun zu den JGHV Mitgliedsvereinen oder JKVs blicken, um sich zu informieren beziehungsweise um etwas Länderübergreifendes für die eigene Website zu finden.

So finden sich unter anderem auch auf der Website „www.outfox-world.de“ Themen des Jagdgebrauchshundwesens, die man gegebenenfalls verlinken kann (siehe auch zum Beispiel www.jgv-oberberg.de). Bei wichtigen Themen messe ich aber auch der Veröffentlichung von Positionspapieren des JGHV große Bedeutung bei.

Da meine Ausführungen lediglich zur Anregung gedacht sind, liegt es am JGHV und seinen Mitgliedsvereinen, was in der Zukunft gemacht wird und was nicht. So könnten meines Erachtens die Seminare, die vom Deutschen Jagdverband in Berlin zum Thema „Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“ in regelmäßigen Abständen angeboten werden, ein Weg in die richtige Richtung sein.

Unter der neuen Führung des JGHV bewegt sich was!

Fakt ist: Wir dürfen die Deutungshoheit über das Jagdgebrauchshundwesen nicht anderen überlassen!

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