Zeckenjahr 2019

Im Jahr 2018 wurde die höchste Anzahl an Zecken gesichtet, die jemals in Deutschland dokumentiert wurde. Experten prognostizieren, dass dieser Rekord 2019 wieder gebrochen werden könnte. Neben der auffällig hohen Zahl an Jungtieren ist auch die Verbreitung neuer ZECKENARTEN besorgniserregend.

Zecke

Foto: Meli1670

Die Risiken für die Gesundheit von Mensch und Tier durch Zecken werden im Jahr 2019 weiter zunehmen. Zecken-Experten sprechen von einem besorgniserregenden Anstieg der Zeckenpopulation: Im Jahr 2018 wurde eine Zeckenanzahl von 400 Stück pro 100 Quadratmetern gemessen. In den vergangenen neun Jahren lebten hingegen etwa 260 Zecken auf einer Fläche von 100 Quadratmetern, berichtet das Portal Heilpraxisnet.de.

Neben dem Anstieg der Zeckenpopulation beobachten Experten die Ausbreitung neuer Zeckenarten, wie zum Beispiel der Auwaldzecke. Diese wandert etwa 50 Kilometer pro Jahr Richtung Westen und hat bereits Hannover erreicht, so Dr. Gerhard Dobler vom Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München.

Der Fachmann macht darauf aufmerksam, dass es mehr Zecken gibt, die in milden Jahren früher aktiv werden und länger aktiv bleiben. Zugleich übertragen sie immer gefährlichere Krankheiten. Mit dem Rekordhoch der Zeckenpopulation sei gleichzeitig auch eine neue Höchstzahl an Frühsommer-Meningoenzephalitis-Fällen (FSME) aufgetreten.

Experten zufolge werde die massive Zeckenausbreitung durch den Klimawandel, den internationalen Verkehr, den internationalen Tierhandel und durch Änderungen in der Landschaft und Landwirtschaft begünstigt.

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