32 Schafe von Wölfen gerissen

Wolfsrudel

Symbolbild: Dieter Hopf

In der Oberlausitz in Sachsen haben Wölfe in drei Nächten hintereinander Schafherden attackiert. Ein Schutzzaun von 1,40 Meter Höhe war dabei kein Hindernis für die Tiere. Die Vorfälle wurden vom Kontaktbüro Lausitz bestätigt.

Eine so hohe Zahl an Rissen kommt nicht häufig vor – das letzte Mal im Februar. Damals wurden 40 Schafe und Ziegen getötet. Die Bild-Zeitung sprach von einem „Schafsmassaker“ (wir berichteten).

Diesmal attackierten offenbar mehrere Wölfe in der Nacht zum Dienstag drei Schafe und überwanden dafür einen 1,40 Meter hohen und festen Weidezaun, meldet der MDR. In den beiden nächsten Nächten griffen die Tiere dann zwei Herden in der Nähe von Cunnewitz an – 29 Schafe starben dabei. Auch diesmal sollen die Wölfe den Schutzzaun übersprungen haben. Es wurden keine Hinweise gefunden, dass der Zaun untergraben wurde, heißt es.

Das Kontaktbüro geht davon aus, dass das „Rosenthaler Rudel“ für die Risse verantwortlich ist. Es gilt mittlerweile als problematisch. Fachleute empfehlen, die Herden zusätzlich mit Schutzhunden zu sichern und über den Zäunen Flatterband anzubringen. Das würde den Zaun optisch höher machen und die Wölfe abschrecken. Schafhaltern wie Carola Tuschmo geht der Aufwand zum Schutz ihrer Tiere mittlerweile zu weit. Der Sächsischen Zeitung sagte sie: „Das Rosenthaler Rudel ist ein Problem-Rudel. Es muss jetzt das ganze Rudel entnommen werden.“

Das könnte Sie auch interessieren
Aktuell & informativ

DER OUTFOX WORLD NEWSLETTER

Aus der Natur direkt in Ihr Postfach.

Folgen Sie uns!