Abschied von Traditionen: Japan setzt auf Jägerinnen

Wegen des starken Anstiegs der Wildpopulationen und enormer Wildschäden sollen nun japanische Frauen für die Jagd begeistert werden.

Natur in Japan

Foto: Christine Dedeck

Angesichts eines rasanten Anstiegs der Wildpopulationen wird in Japan jetzt versucht, mehr Frauen für die Jagd zu begeistern. Laut Spiegel Online ist dies für das Land „ein großer Schritt“, da die Jagd bislang absolute Männer-Sache war.

Dem Bericht zufolge hat sich die Zahl der Hirsche in Japan seit den 1990er-Jahren von 400.000 auf drei Millionen erhöht. Der Bestand an Schwarzwild verdoppelte sich in derselben Zeit auf eine Million Tiere. Da mit dem Anwachs der Populationen auch jährliche Millionenverluste durch Wildschäden einhergehen, setzt der japanische Jagdverband jetzt auf das Engagement der Frauen – und verabschiedet sich damit von angestaubten Traditionen. Laut dem Bericht waren jagende Frauen in Japan bisher nicht nur verpönt, die Tradition untersagte es Männern sogar, vor dem Jagen mit Frauen zu sprechen.

Um möglichst viele Japanerinnen für das Waidwerk zu gewinnen, werden diese über soziale Medien umworben und zu jagdlichen Veranstaltungen eingeladen. Als „freundliche Geste“ wurden in Jagdhütten bereits mobile Toiletten für Jägerinnen aufgestellt, heißt es in dem Artikel.

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