Jäger wollen aktiv um noch breitere Akeptanz werben

Die Österreichische Volkspartei diskutierte mit Experten über die „Herausforderungen für die Jagd im 21. Jahrhundert“

Hochsitz im Wald

Die Österreichische Volkspartei (ÖVP) sagt Ja zur Jagd – und ist sich dabei mit mehr als zwei Dritteln der Österreicher einig. Laut einer aktuellen Umfrage sprechen sich 67 Prozent der Bevölkerung dafür aus, dass die Jagd erhalten bleibt. „Man muss aber aktiv informieren, damit das so bleibt“, betonte ÖVP-Klubobmann Reinhold Lopatka jetzt bei einer Diskussion über die „Herausforderungen für die Jagd im 21. Jahrhundert“.

Auf Einladung der ÖVP diskutierten rund 200 Gäste mit Experten aus Jägerschaft, Umwelt und Landwirtschaft. Die Herausforderungen seien groß, „denn immer weniger Menschen haben Kenntnis über die Zusammenhänge und Abläufe in der Natur“, betonte Lopatka. Der Jäger sei jedoch „der erste Naturschützer des Waldes“.

„Die Land- und Forstwirtschaft arbeitet seit Jahrzehnten in einer intensiven Partnerschaft mit der Jagd“, hob ÖVP-Landwirtschaftssprecher Jakob Auer hervor. Der Großteil der Jägerschaft rekrutiere sich nach wie vor aus der Land- und Forstwirtschaft. „Deshalb sehen wir uns als erste Verbündete mit der Jägerschaft in Österreich“, sagte Auer. Er erinnerte in diesem Zusammenhang an den jüngsten Richterspruch zur flächendeckenden Jagdbewirtschaftung in Kärnten (wir berichteten). „Dieser war notwendig“, erklärte Auer.

ÖVP-Umweltsprecher Johann Höfinger wies auf die Bedeutung einer verantwortungsvollen Jagd für den nachhaltigen Schutz des Lebensraums der Wildtiere und den Erhalt des gesunden Wildbestandes hin. Die Natur werde von immer mehr Menschen genutzt, immer weniger Menschen hätten allerdings Kenntnis über die Abläufe in der Umwelt. „Wir stehen daher vor der Herausforderung, das Bewusstsein für ein funktionierendes Ökosystem zu erhöhen und aufzuzeigen, welcher Aufwand dahinter steckt“, sagte der Umweltsprecher.

Wie sich das öffentliche Image der Jagd stärken lässt, beleuchtete unter anderem die „Jägerin des Jahres“, Doris Moser. Als Fachfrau für Öffentlichkeitsarbeit forderte sie, die Werte und Anliegen der Jagd besonders der nichtjagenden Bevölkerung zu vermitteln. Prof. Dr. Klaus Hackländer vom Wiener Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft erklärte in seinem Vortrag, es sei unverzichtbar, dass die Jägerschaft sich von ethisch problematischen Praktiken distanziere und weitreichende Strafen für jagdliche Vergehen befürworte.

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