Am Biber scheiden sich die Geister

In NRW ist die Freude über die Rückkehr des Bibers dieser Tage groß – noch. Dort, wo sich die possierlichen Dammbauer bereits etabliert haben, kann es durchaus zu Problemen kommen. 

Biber

Foto: Dieter Hopf

Seit einigen Jahren schon sind Biber wieder in Augsburg heimisch geworden. Nach einer Meldung der Augsburger Allgemeinen beziffern Experten ihre Zahl auf 120 Exemplare, die sich auf ca. 24 Biberreviere über das gesamte Stadtgebiet verteilen. So auch mitten in der Stadt am Sparrenlech.

Das freut längst nicht mehr jeden Augsburger, denn die fleißigen Tiere machen dabei nicht vor privaten Gärten halt. Betroffene Anwohner beklagen massive Schäden, in Höhe von mehreren tausend Euro, durch abgenagte Bäume und Sträucher. Geschädigte Bürger fühlen sich mit ihren Sorgen allein gelassen und fordern die Stadt auf, Maßnahmen zu ergreifen.  

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Die Stadt Augsburg weist ihrerseits Vorwürfe zurück, untätig zu bleiben und die Anwohner hinzuhalten. Bäume entlang des Kanals seien durch Schutzgitter gesichert worden, um die Biber nach Möglichkeit in Bereiche zu lenken, in denen sie auf natürlichen Gehölzaufwuchs an den Gewässerufern zugreifen können. Des Weiteren seien die Anwohner vor Ort beraten worden, wie sie ihr Privatgrundstücke durch das Anlegen von Zäunen, „bibersicher“ machen könnten.

Darüber hinaus verweist die Stadt auf den strengen Schutzstatus, den die Tiere genießen. Dieser verbiete es Biber zu fangen, zu verletzten oder gar zu töten. Ausnahmen davon seien nur vorstellbar, wenn die Verhältnisse für die betroffenen Bürger ein unzumutbares Ausmaß erreichen würden. Dieses scheint zum gegenwärtigen Zeitpunkt, jedenfalls aus Sicht der Stadt Augsburg, noch nicht erreicht.

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