Angel-AG-Kampagne: Fischereiverband rechnet mit Peta ab

Der Rheinische Fischereiverband von 1880 e.V. übt scharfe Kritik an der Tierrechtsorganisation.

Angler

„Unsachlich, verwerflich und geschmacklos“ findet der Rheinische Fischereiverband von 1880 e.V. (RhFV) die aktuelle Kampagne der Organisation Peta gegen Angel-AGs an deutschen Schulen. Die Tierrechtler hatten mit standardisierten Anschreiben von Schulleitern verlangt, keinen Angelunterricht mehr anzubieten (wir berichteten).

In einer Pressemitteilung übt der RhFV scharfe Kritik an den aktuellen Peta-Forderungen und weist den Vorwurf zurück, im Angelunterricht werden „den Schülern ihr natürliches Mitgefühl abtrainiert“. Ganz im Gegenteil stehe in den AGs nicht etwa das Töten oder Quälen von Tieren auf dem Lehrplan, sondern das verantwortungsbewusste Heranführen der Kinder und Jugendlichen an die Natur. Der RhFV-Vorsitzende Reiner Gube sagte: „In diesen Kursen lernen die Kinder und Jugendlichen, Verantwortung für den Lebensraum ‚Gewässer‘ zu übernehmen und sich als Angler aktiv für diesen Schutz einzusetzen.“ In den AGs werde neben der Fischkunde und dem eigentlichen Angeln auch der große Themenblock Natur-, Tier- und Umweltschutz umfassend vermittelt. 

Der Organisation Peta gehe es weniger um das Tierwohl als vielmehr um „das Propagieren eines dogmatischen Veganismus“. Weiter schreibt der Fischereiverband: „Die spendensammelnden Tierrechtler betreiben im Rahmen einer höchst zweifelhaften Ethik Propaganda gegen die Nutzung von Tieren zur menschlichen Ernährung und versuchen dabei, das Angeln zu stigmatisieren.“ Dabei setze man darauf, naturbegeisterte Kinder und deren Eltern sowie die Schule auf die übelste Art und Weise vor den „Sammelkarren“ zu spannen. Offenbar sollten die Menschen nach den Vorstellungen der Peta-Aktivisten immer weiter von der Natur entfremdet werden, damit ihnen in ein paar Jahren niemand mehr fachlich Fundiertes entgegensetzen könne.

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