Angst vor ASP: Suche nach Impfstoff wird intensiviert

Baden-Württembergs Agrarminister Peter Hauk (CDU) plant neue Maßnahmen und will Jäger per Gebührenerlass entlasten. 

Wildschwein

Foto: André Baumann

Angesichts eines drohenden Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland haben sich Bund und Länder auf gemeinsame Maßnahmen geeinigt. Unter anderem soll intensiv geforscht werden, um wirksame Impfstoffe gegen die ASP zu entwickeln. Bislang gibt es für die Tierseuche kein Gegenmittel.

Baden-Württembergs Agrarminister Peter Hauk (CDU) informierte in der Schwäbischen Zeitung über die Ergebnisse einer Sonder-Agrarministerkonferenz, die am Donnerstag in Berlin stattfand. Unter anderem solle künftig mehr Geld aufgewendet werden, um nach einem Impfstoff zu forschen, der Haus- und Wildschweine gegen die Krankheit immun macht. „Der Bund hat uns nun zugesichert, deutlich mehr in die Forschung zu investieren“, sagte Hauk gegenüber der Zeitung. „Gäbe es einen Impfstoff, könnten wir die Bestände vor der Krankheit schützen.“ Ob ein Forschungserfolg auf diesem Gebiet angesichts der akuten Gefahr allerdings noch rechtzeitig käme, erläuterte Hauk nicht.

Dem Bericht zufolge will der CDU-Politiker bereits Anfang Februar weitere Maßnahmen gegen die Schweinepest präsentieren. So erwäge er unter anderem, sowohl die Jagdruhe im März und April als auch das Fütterungsverbot für Schwarzwild auszusetzen. Außerdem plädiere Hauk dafür, den Jägern die Gebühren für die Trichinenschau zu erlassen. „Wenn ein Jäger einen zehn Kilo schweren Frischling schießt und zehn Euro Gebühren abdrücken muss, bleibt vom Verkauf des Fleisches nicht mehr viel übrig“, sagte der Agrarminister. Die Schwarzwildbestände müssten jedoch dringend reduziert werden. Eine Intensivierung der Jagd auf Wildschweine hatte in dieser Woche auch Reinhold Pix, der Jagdexperte der baden-württembergischen Landtags-Grünen, gefordert (wir berichteten).

Weitere Antworten und Fakten zur Afrikanischen Schweinepest können Sie hier nachlesen.

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