Tiger

Artenschutz trägt Früchte: Tigerbestände steigen

Die Tigerpopulation in Asien steigt zum ersten Mal seit Jahrzehnten wieder an. Diese erfreuliche Nachricht meldet der World Wide Fund For Nature (WWF) in einer aktuellen Pressemitteilung. Demnach sei der Bestand von 3.200 Tieren in 2010 auf aktuell 3.890 weltweit angestiegen. Entwarnung gibt es für die vom Aussterben bedrohte Tierart jedoch nicht: Schrumpfende Lebensräume und Wilderei stellen weiterhin eine große Bedrohung dar. In den letzten 15 Jahren wurden 1.590 illegal geschossene Tiere von der Polizei und Behörden beschlagnahmt.

Dennoch freut sich Eberhard Brandes, geschäftsführender Vorstand des WWF Deutschland, über die Entwicklung: „Das verdanken wir der intensiven Zusammenarbeit von Regierungen, lokaler Bevölkerung und Naturschützern und es gibt uns Hoffnung, dem Dschungelkönig ein dauerhaftes Überleben ermöglichen zu können.“

Spitzenreiter unter den Tigerschützern sind laut Pressemitteilung Indien mit einer Steigerung um 500 Tiere und Nepal mit einer um zwei Drittel höheren Zahl als noch 2009. Auch Russland und Bhutan konnten einen leichten Anstieg verzeichnen. Aus vielen anderen Ländern, insbesondere in Südostasien, gebe es bisher aber noch keine verlässlichen Bestandszahlen, sondern lediglich Schätzungen, heißt es in der Mitteilung weiter. Belastbare Bestandszahlen seien für einen erfolgreichen Tigerschutz aber die Grundlage, so Brandes. Denn nur so lasse sich der Erfolg von Schutzbemühungen messen.

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