Auch Niedersachsen lässt Problemwolf schießen

Die Entnahmeanordnung aus Hannover blieb eine Woche lang geheim.

Wolf auf der Pirsch

Symbolbild: Dieter Hopf

Die Geheimhaltung kennt kaum Grenzen, wenn es um den Wolf geht. Gestern kam auf, dass Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) schon vor einer Woche die Entnahme eines Problem-Rüden anordnete.

Während die Aufregung um die nun endgültige Abschuss-Genehmigung für den Pinneberger Wolf voll hochkochte (wir berichteten), vollzog sich die niedersächsische Entscheidung in aller Stille. Womöglich hätte das Schweigen noch länger angehalten. Bis Journalisten der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ dahinter kamen und die Staatsregierung die Wolfsjagd bestätigte.

Der zum Abschuss freigegebene Wolf hat mehrfach ordnungsgemäß aufgestellte Schutzzäune überwunden und Rinder gerissen. Der Abschuss sei nötig geworden, bevor die Wölfe des Rodewalder Rudels „ihren Nachkommen beibringen, wie Rinder gerissen oder wolfsabweisende Zäune übersprungen werden“, sagte Umweltminister Olaf Lies (SPD), nachdem die Katze aus dem Sack war.

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Nach Problemwolf „Kurti“ ist der sprungfreudige Rüde, der nun auf der Abschussliste steht, der zweite Wolf, den Niedersachsen entnehmen lasst. Bei „Kurti“ – und wie jetzt in Schleswig-Holstein – war es mit Stefan Wenzel noch ein Umweltminister von den Grünen, der seinerzeit die heikle Entscheidung traf.

Ein Geheimnis bleibt bisher, wer den „Schießbefehl“ (so nennen Wolfsfreunde die Entscheidung) in Niedersachsen ausführen soll. Minister Lies äußerte sich nur zu seinen Beweggründen: Das Wichtigste sei es, die Akzeptanz für die Wölfe auch im ländlichen Raum zu bewahren. Dazu sei es im Einzelfall nötig, Tiere zu töten, wenn sie sich problematisch verhalten.

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