Auf Spendenfang mit „Rentier-Babies“

Der WWF liefert ein Musterbeispiel für Internet-Spendenfang per Fake-News. Weil das Eis in den Flüssen immer früher schmilzt, müssen WWF-Ranger massenhaft Rentier- „Babies“ vor dem Ertrinken retten. Dummerweise mit bloßen Händen.

Ein Rudel Rentiere

Foto: KRiemer

Sachkundige schlagen beim Anblick des Internet-Werbefilms aus Sibirien die Hände über dem Kopf zusammen: Da greift sich so ein Ranger ein Kalb mit bloßen Händen und umarmt es auch noch für die Aufnahmen. Das Muttertier wird das Junge nicht mehr erkennen und nicht annehmen, wenn es derart nach Menschen riecht – selbst wenn es sich dabei um einen Ranger handelt.Weniger schlimm, aber bezeichnend: Auf dem Werbefoto hat der Rentier-Retter ein WWF-Logo am Windjacken-Ärmel, von dem aber im Film, aus dem das Foto stammt, keine Spur zu finden ist. Handelt es sich gar um einen jener Wildhüter, die in Wahrheit der russische Staat bezahlt?

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Laut WWF sind es Wilderer, die viele Kälbchen in den nassen Tod treiben. Kein Wort darüber, dass sich auch im russischen Rentiergebiet die Ureinwohner rechtmäßig von Rentierfleisch ernähren. Und kein Wort darüber, dass der russische Staat zum Schutz der Rentierherden 800 Dollar Abschussprämie für im Rentiergebiet erlegte Wölfe zahlt. Wölfe sind nun mal auch sehr wichtig fürs Spendenaufkommen.  

In Jakutien, gut achtmal so groß wie Deutschland und ziemlich menschenleer, wollen die Russen gerade mal 500 Wölfe dulden. Da muss der WWF gut aufpassen, dass das Spendengeld nicht am Ende auch der Wolfsbewirtschaftung dient. Wo andere Vereine zur Einwerbung von Tier-Liebesgaben doch schon satt für die aktive Ausbreitung der Wölfe in Russlands Weiten sammeln. Obwohl auch das reichlich „Rentier-Babies“ ihr junges Leben kostet.

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