Backhaus fordert reguläre Jagd auf Kormorane

Mecklenburg-Vorpommern sieht „guten Erhaltungsstand“ des Kormorans als erreicht.

Kormorane

Foto: MrsKirk72

Seit Jahren kämpft Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus (SPD) für eine Bewirtschaftung des Kormoranbestandes, um erhebliche fischereiwirtschaftliche Schäden in Binnengewässern abzuwenden (wir berichteten). Dies bekräftigte er nun auf der Jahrestagung der Binnenfischer in Waren an der Müritz erneut, wie die Deutsche Presseagentur (dpa) berichtet.

Backhaus sieht den „guten Erhaltungszustand“ der Kormorane in seinem Bundesland bereits erreicht. In Mecklenburg-Vorpommern gebe es nach Expertenmeinungen 20 Kolonien dieser Vogelart mit schätzungsweise 15.000 Brutpaaren – so viele, wie in keinem anderen Bundesland. Zur nachhaltigen Erhaltung der Art reichten bereits 5.000 Brutpaare. Im gesamten Nordosten der Republik leben und jagen nach Experteneinschätzung, Jungvögel eingerechnet, an die 100.000 Kormorane, mit den entsprechenden Auswirkungen auf die hiesigen Fischbestände.

Mit der Unterstützung des Bundesamtes für Naturschutz, welches die Auffassung des Umweltministers teilt, und der deutschen Europaabgeordneten, soll nun ein neuer Versuch bei der EU-Kommission unternommen werden, die Kormorane zu Anhang II der EU-Vogelschutzrichtlinie zuzuordnen. Nur so könne eine reguläre Bejagung der Tiere erfolgen.

Um an aussagekräftige Daten zu gelangen, sollte ein Modellprojekt am Krakower See im Landkreis Rostock durchgeführt werden, im Zuge dessen eine gesamte Kormorankolonie entnommen und so die Auswirkung auf die Fischbestände dokumentiert werden. Nach Angaben des Landesanglerverbandes Mecklenburg-Vorpommern wurde dies jedoch durch Umweltbehörden verhindert.

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