Baubeginn beim Dänen-Zaun

Dänemark hat an der Grenze zu Schleswig-Holstein mit dem Bau des 70 Kilometer langen Zaunes zur Schweinepest-Abwehr begonnen. Tierrechtler sorgen sich schon um die Barrierefreiheit für Wölfe.

Maschendrahtzaun in the morning

Foto: PublicDomainPictures

Sicher ist: Gegen das, was die Dänen da bauen, sind die Herdenschutzzäune, die nebenan in Schleswig-Holstein zur Wolfsabwehr empfohlen werden, eher mickrig. Die Schweine-Sperre aus massivem Eisengitter ist 150 Zentimeter hoch und zusätzlich 50 Zentimeter tief im Boden vergraben (wir berichteten). Für kleinere Wildtiere sind Schlupflöcher vorgesehen.

Ob das auf 11 Millionen Euro veranschlagte Projekt auch zur Wolfsabwehr dient, ist eine delikate Frage: Nachdem Dänemarks erste Wölfe (irgendwie!?) über die Ostsee kamen, findet die Zuwanderung mittlerweile hauptsächlich aus Norddeutschland statt. Gegen die Afrikanische Schweinepest, fürchten Kritiker, wird der Zaun nur begrenzt helfen. Als Hauptüberträger gelten weggeworfene Lebensmittelreste.

Letztes Jahr machte ein dänischer Jäger mit einem Wolfsabschuss auf einer Drückjagd in Brandenburg Schlagzeilen. Eine vermutlich aus Deutschland stammende Jungwölfin wurde – ebenfalls im letzten Jahr – in Dänemark widerrechtlich erschossen, noch dazu vom Auto aus.

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