Bauernverband sagt Ja zu Bejagungsschneisen

Zusammen mit dem Deutschen Jagdverband appelliert der DBV an Landwirte, bei der diesjährigen Maisaussaat Schneisen für die Schwarzwildbejagung einzuplanen.

Schwarzwild vor Maisfeld

Foto: Carol Scholz

Landwirte sollten durch das Anlegen sogenannter Bejagungsschneisen im Mais eine erfolgreiche Bejagung von Schwarzwild durch die Jägerschaft unterstützen. Das haben der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Deutsche Jagdverband (DJV) jetzt in einer gemeinsamen Erklärung gefordert. Die Verbände riefen die Landwirte dazu auf, bei der diesjährigen Maisaussaat die Bejagungsschneisen nicht zu vergessen.

Die Voraussetzungen für deren unbürokratische und praxistaugliche Anlage seien bereits im vergangenen Jahr von einigen Bundesländern genutzt worden, schrieben DBV und DJV. Mit den vorhandenen Nutzungscodes im gemeinsamen Agrarförderungsantrag werde die Anlage von Blühstreifen und Bejagungsschneisen erleichtert. Mit Nachdruck forderten die Verbände gleichzeitig die Regierungen aller Bundesländer auf, den vorhandenen agrarpolitischen Spielraum für die Anlage von Bejagungsschneisen zu nutzen und die sogenannten Mischcodes auch tatsächlich zur Antragstellung 2018 anzubieten. Bejagungsschneisen müssten zudem künftig in allen Feldkulturen unbürokratisch möglich sein. „Länder, Jäger und Landwirte müssen gemeinsam Verantwortung übernehmen und ihren Beitrag zur Schwarzwildbejagung im Sinne der Reduzierung der Risiken eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest leisten“, betonten die beiden Verbände.

DBV und DJV unterstrichen, dass die Schneisen für Jäger eine gute Möglichkeit seien, die Schwarzwildbestände zu reduzieren und somit das mögliche Verbreitungsrisiko der Afrikanischen Schweinepest zu senken. Sie appellierten an die Jäger, über die gesamte Jagdsaison jede Gelegenheit zu nutzen, Schwarzwild zu bejagen. Nach neuesten Plänen der Bundesregierung soll die Schonzeit für Wildschweine komplett aufgehoben werden (wir berichteten), nur die Zustimmung des Bundesrates fehlt hierfür noch.

Aus Schleswig-Holstein war erst vor einer Woche bekannt geworden, dass der Landtag eine Änderung des Landesjagdgesetzes beabsichtigt: Wer keine Bejagungsschneisen anlegt, soll auch keine Wildschadenvergütung mehr erhalten (wir berichteten). Dieser Änderungsentwurf war auf gemischte Gefühle bei einigen Verbänden gestoßen.

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