Bayerns Bergbauern warnen vor Bär und Wolf: „Es geht um unsere Zukunft“

Bär

Die mögliche Rückkehr von Bären und Wölfen nach Bayern stellt die Bergbauern vor enorme Herausforderungen. „Es geht hier um die Zukunft der Almen und unserer Bergbauern“, mahnte Bauernpräsident Walter Heidl laut einer aktuellen Mitteilung.

„Während Umweltministerin Ulrike Scharf vor einigen Tagen einen Namenswettbewerb für Bärenkinder gestartet hat und damit fleißig mithilft, gefährliche Wildtiere zu verniedlichen, warten die Bergbauern noch immer auf ein tragfähiges Wildtiermanagement“, kritisierte Heidl. Das Umweltministerium nimmt tatsächlich zurzeit auf einer Webseite Namensvorschläge für zwei kleine Bären aus dem Nationalpark Bayerischer Wald entgegen.

Der Bauernpräsident nutzte die Hauptalmbegehung des Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern, um sich gemeinsam mit rund 1000 Wanderern ein Bild vom Engagement bayerischer Bergbauern zu machen. „Durch die Bewirtschaftung und oft harte Arbeit wird hier oben auf den Almen die uralte Kulturlandschaft und die Artenvielfalt erhalten“, sagte Heidl.

Der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) teilte bei der Almbegehung mit, dass der Freistaat in den kommenden beiden Jahren deutlich mehr Geld für die Förderung der Berglandwirtschaft bereitstellen wolle. So seien fast 69 Millionen Euro an zusätzlichen Mitteln eingeplant. Brunner betonte: „Unsere Bergbauern schaffen und pflegen mit ihrer oft schweren Arbeit nicht nur wertvolle Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen, sondern legen auch die Basis für den Tourismus im Alpenraum.“ Es brauche viel Engagement und vor allem viel Idealismus, um die ökologische Vielfalt dieser Kulturlandschaft zu erhalten, sagte der Minister.

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