Bildzeitung gibt Wolfsalarm

DIE BILDZEITUNG SIEHT GRUND ZUR AUFREGUNG: „ANGST VOR DER NEUEN WOLFSGENERATION!“ TITELT DAS MASSENBLATT. MIT DEN FRÜHJAHRSWüRFEN STEIGT DIE ZAHL DER RAUBTIERE IN DEUTSCHLAND AUF GESCHÄTZTE 1.300 EXEMPLARE.

Ziehender Wolf

Foto: Dieter Hopf

Unruhe herrscht auch in der Pro-Wolf-Szene, weil die Bundeskanzlerin das Wolfsmanagement zur Chefsache erklärt hat. Das lässt nichts Gutes ahnen für die (bisher eher nicht vorhandene) Position von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD).

Wir wollen nicht spekulieren, sondern die Situation in Zahlen darstellen: Schweden hat knapp 10 Millionen Einwohner auf gut 447.000 Quadratkilometer Landesfläche. Dort hat der Reichstag nach Anhörung namhafter Experten den „günstigen Erhaltungszustand“ der Wolfspopulation zwischen 170 und 270 Tieren festgelegt.

Deutschland hat rund 83 Millionen Einwohner auf knapp 358.000 Quadratkilometer. Bei ziemlich genau zehnmal höherer Bevölkerungsdichte. Die Wunschgröße für den „günstigen Erhaltungszustand“ in Deutschland reicht bei Wolfsbefürwortern auf bis zu 4.000 Tiere. Der Bestand, heißt es dort, werde sich mangels Beutetieren dann ganz von allein regulieren.

Dagegen steht der gestern vom Deutschen Jagdverband konkretisierte Vorschlag: Die Wölfe sollen auf Schutzgebiete wie Truppenübungsplätze konzentriert werden. Die Weideflächen in der Alpenregion sollen ebenso wie die Deichlandschaft an den Küsten wolfsfreie Zonen werden.

Noch wichtiger ist dem Jagdverband die Klärung des Verfahrens zur „Entnahme“ verhaltensauffälliger Tiere. DJV-Sprecher Torsten Reinwald zur Bildzeitung: „Die Zeit drängt. Wir brauchen endlich ein aktives Management des Wolfes und Rechtssicherheit für Jäger.“

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