Bogenjagd auf Wildschweine

In gut zwei Wochen könnten in Brandenburg die ersten Pfeile fliegen – ganz legal.

Bogenjagd auf Wildschweine

Symbolbild: Luis Hant

Brandenburgs Umweltministerium wird voraussichtlich Mitte Juni eine Ausnahmegenehmigung zur Bogenjagd auf Wildschweine für die Gemeinden Stahnsdorf und Kleinmachnow erteilen. Dies berichten die Potsdamer Neuesten Nachrichten und zitieren den Sprecher des Ministeriums, Jens-Uwe Schade, mit den Worten: „Wir sind auf der Zielgeraden.“

An die Ausnahmegenehmigung sind einige Auflagen gebunden: Die Genehmigung zur Jagd auf Wildschweine im städtischen Umfeld (in befriedeten Bezirken) gilt nur für ein halbes Jahr – also bis Januar 2020. Der Jagdpächter des betroffenen Revieres hatte den Wunsch nach einem vollen Jahr geäußert, um der Wildschweinplage annähernd Herr werden zu können. Dem wurde nicht entsprochen.

Nur wenige Jäger, die Rede ist von zwei bis drei Schützen, die eine besondere Ausbildung genossen haben und viel Erfahrung mitbringen, dürfen sich an der Bogenjagd beteiligen.

Des Weiteren sieht das Ministerium eine wissenschaftliche Begleitung dieser Maßnahme durch Wildbiologen vor, die die Methode analysieren und die Ergebnisse entsprechend auswerten. Dadurch wird zum einen erhöhte Akzeptanz in der Bevölkerung erhofft und zum anderen mögliche Erkenntnisse darüber, ob eine solche Bejagungsmethode eine wirkliche Alternative zu herkömmlichen Praktiken darstellt.

Abzuwarten bleibt, wie sich das erwartungsgemäß große Medieninteresse auf Wild und Jäger auswirken wird. Ebenso, ob und wie die Tierrechtler-Szene versucht mitzumischen. Erste Duftmarken diesbezüglich wurden ja schon gesetzt (wir berichteten).

Mehr zum Thema „Bogenjagd auf Wildschweine“ finden Sie hier:

Die Anfänge

Hintergrundinformationen vom Profi zur Bogenjagd

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