Botswana lässt wieder Elefanten jagen

Jagdgegner brauchen mal wieder starke Nerven: Botswana hebt das ElefantenJagd-Verbot auf, um Bauern vor dem Ruin zu bewahren.

Elefantenherde in Botswana

Foto: hbieser

Fünf Jahre lang war die Elefantenjagd in Botswana strikt verboten. Der damalige Präsident Ian Khama folgte mit dieser Entscheidung dem Drängen großer, internationaler Naturschutzverbände.

Ergebnis: Mittlerweile leben in Botswana mindestens 135.000 Elefanten – mehr als irgendwo sonst in Afrika. Vor dreißig Jahren waren es weniger als 50.000 Tiere. Nun sind es so viele, dass die Bauern protestieren, weil die Dickhäuter ihre Felder zertrampeln und auch mal aggressiv werden.

Die „Konflikte zwischen Menschen und Elefanten“ hätten zugenommen, sagt der neu gewählte Staatschef Mokgweetsi Masisi. Eine Überprüfung des Jagdverbots gehörte zu seinen ersten Amtshandlungen. Die befragten Experten hätten sich nun für die Aufhebung ausgesprochen, erklärte das Umweltministerium in Gabarone.

Botswana gehört zu den Dritte-Welt-Ländern, in denen der Naturschutzverband WWF besonders rigoros gegen Wilderer vorgeht. Wegen Folter-Aktionen ihrer Wildhüter war die schweizerische Stiftung jüngst in die Negativ-Schlagzeilen gekommen (wir berichteten).

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