Bremen lässt invasive Arten bejagen

Zum Schutz heimischer Arten erlaubt Bremen die Jagd auf Nutria, Marderhund, Waschbär und Nilgans

Nutria

Neben Marderhund, Waschbär und Nilgans dürfen in Bremen nun auch Nutrias bejagd werden Foto: Hans Benn

Seit dem 7. Juni dürfen in Bremen die invasiven Arten Nutria, Marderhund, Waschbär und Nilgans bejagt werden. Dies berichtet der „Weser-Kurier“ mit Bezug auf Dr. Joachim Lohse (Bündnis 90/Die Grünen), den Bremer Senator für Umwelt, Bau und Verkehr. So sollen nicht nur heimische Arten und deren Lebensräume geschützt werden, sondern auch die Bremer Deiche. Gerade Nutrias, ursprünglich in Südamerika beheimatete Biberratten, stellen eine besondere ´Gefahr für den Hochwasserschutz dar. Die Tiere unterhöhlen Deiche und gefährden so ihre Stabilität. Besonders in den geschützten Natura-2000-Gebieten im Blockland und an der Wümme haben sich die Tiere prächtig vermehrt und bedrohen dort u. a. die auf der Roten Liste stehenden Malermuschel sowie der Große Teichmuschel.

Sogar der Elterntierschutz wird ausgesetzt, da sich weibliche Tiere kaum von ihren männlichen Artgenossen unterscheiden lassen.

Ganzjährige Jagdzeit besteht nun auf Nutrias, Jungwaschbären und Jungmarderhunde. Auf Waschbären darf vom 16. Juli bis 31. März, auf Marderhunde vom 1. September bis 28. Februar und auf Nilgänse vom 1. August bis 15. Januar gewaidwerkt werden.

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