Brutkästen für Eisvögel mutwillig zerstört 

Im Schleswig-Holsteinischen Rendsburg haben Unbekannte Nisthilfen, die speziell für Eisvögel aufgestellt wurden, zerstört. Der Nabu will Anzeige erstatten.

Eisvogel mit Fisch im Schnabel

Foto: Anke Hahmann

Um Eisvögel mit zusätzlichen Nistplätzen bei der Brut zu unterstützen, wurden im vergangenen Jahr Kästen am Lauf der Mühlenau im Schleswig-Holsteinischen Rendsburg errichtet. Jetzt haben Unbekannte die Brutstätten für die seltenen Vögel zerstört. Hans-Jürgen Frahm, Mitarbeiter des Naturschutzbundes in Rendsburg fand die zerstörten Nisthilfen bei einer Kontrolle. Der Nabu will jetzt Anzeige gegen Unbekannt stellen, heißt es in einem Bericht der Schleswig-Holsteinischen Landeszeitung.

Seit fünf Jahren werden die seltenen Vögel bereits in der Region beobachtet. Ihr Lebensraum befindet sich an klaren, langsam fließenden oder stehenden Gewässern mit einem reichen Angebot an Kleinfischen. Um zu brüten, graben sie kleine Nisthöhlen an steilen Ufern von Gewässern. Da ein Rückgang der Tiere zu verzeichnen ist, befindet er sich in Deutschland bereits auf der Vorwarnliste. Das heißt, dass der Eisvogel noch ungefährdet ist, dies könnte sich in den kommenden Jahren allerdings ändern. Deswegen wird versucht, durch die Schaffung von Nistplätzen den Vogel bei der Brut zu unterstützen. Die Brutkästen wurden von Windkraft-Ausgleichsgelder vom Kreis Rendsburg-Eckernförde finanziert, der Naturschutzbund (Nabu) kümmerte sich dabei um die Aufstellung der Nisthilfen.

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