Bundesweiter Einsatz zum Erhalt der Wildbiene

Mit Blumen, Stauden und Nistplätzen sollen Städte als Lebensraum für Insekten attraktiver werden. Ein Vorhaben, das bundesweit zu beobachten ist.

Wildbiene auf Basilikum

Foto: Anja Heidsiek

Blumen und Stauden für Wildbienen: Auf rund 2,5 Hektar sollen in Berlin Flächen für bestäubende Insekten bepflanzt und auch Nistplätze geschaffen werden. Zunächst ist die Schaffung von blühenden Lebensräumen im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf vorgesehen, heißt es in einem Bericht des Rundfunks Berlin-Brandenburg. Das Land unterstütze das Vorhaben mit 300.000 Euro, die Deutsche Wildtier Stiftung mit 100.000 Euro. Zudem würde Berlin um Fördermittel beim Bundesamt für Naturschutz werben.

„Wir brauchen dringend mehr Insekten in der Stadt“, sagte der Sprecher der Berliner Umweltverwaltung, Derk Ehlert. Gemeinsam mit Vertretern des Bezirks und der Deutschen Wildtier Stiftung unterzeichnete die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt einen Kooperationsvertrag, um bestäubenden Insekten einen Lebensraum zu bieten. Insbesondere die Wildbiene gilt als bedroht (wir berichteten). „Sie sterben, weil es kaum noch Nahrung und Nistplätze gibt“, erklärt die Deutsche Wildtier Stiftung auf ihrer Homepage.

Auch in anderen Städten will man mehr Lebensräume für Wildbienen schaffen, wie etwa im Bayerischen Illertissen. Dort werden Bürger dazu animiert, sich mit vereinten Kräften für den Erhalt der Biene einzusetzen und Blumen auf einer öffentlichen Fläche zu pflanzen. Mitarbeiter des örtlichen Bauhofs erklären dabei wie es geht. Saatgut und Werkzeuge würden gestellt, heißt es in einem Artikel der Augsburger Allgemeinen. Die Stadt beteiligt sich damit bei „Deutschland summt“, einer bundesweiten Kampagne zum Bienenschutz. Walter Burger, Vorsitzender des Imkerei-Kreisverbands Neu-Ulm, lobte den Einsatz „als schönes Zeichen“, doch sei es „nicht mehr fünf vor zwölf, sondern eigentlich fast schon zu spät“.

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