China sagt Nein zu Elfenbein

Naturschutzorganisation WWF bezeichnet geplantes Verbot als einen „Meilenstein für den Elefantenschutz“.

Elefant

China plant, den Handel mit Elfenbein und dessen Verarbeitung bis Ende 2017 vollständig zu verbieten. Das hat jetzt der chinesische Staatsrat bekannt gegeben. Der WWF bezeichnete die Entscheidung in einer Pressemitteilung als „Meilenstein für den Elefantenschutz“.

Der Mitteilung zufolge gilt China als weltgrößter Markt für Elfenbein. In Afrika werden pro Jahr schätzungsweise 20.000 Elefanten getötet, um Elfenbein zu schmuggeln und es anschließend zu verkaufen. Erst kurz vor Weihnachten hatten 40 Umweltorganisationen aus Namibia in einem offenen Brief angeprangert, Chinesen seien die Hauptverantwortlichen für das Abschlachten von Nashörnern und Elefanten im Lande und für die illegale Ausfuhr von Horn und Elfenbein (wir berichteten).

Die jetzt bekannt gewordene Entscheidung Chinas sei „eine wichtige Voraussetzung, um das Abschlachten der Elefanten aufzuhalten“, sagte Eberhard Brandes, Vorstand des WWF Deutschland. „Es ist auch ein wichtiges Signal an die weltweit organisierte Wilderei, dass ihr Geschäft keine Zukunft hat.“

China kommt mit der Entscheidung einer Aufforderung der Cites-Artenschutzkonferenz nach. Diese hatte auf ihrer Tagung im Oktober in Südafrika (wir berichteten) eine Resolution verabschiedet, die alle Länder zur Schließung ihrer nationalen Elfenbeinmärkte aufforderte.

Das könnte Sie auch interessieren
Aktuell & informativ

DER OUTFOX WORLD NEWSLETTER

Aus der Natur direkt in Ihr Postfach.

Folgen Sie uns!