CITES-Wildschutzkonferenz: Erfolg für Jagd und Artenschutz auf der internationalen Bühne

Der Internationale Jagdrat (CIC) bot in Johannesburg Vertretern Afrikas ein Forum

Quelle: CIC / Der Internationale Jagdrat (CIC) bot in Johannesburg Vertretern Afrikas ein Forum.

Die größte Wildschutzkonferenz der Welt in Südafrika wirkt immer noch nach. 3.500 Teilnehmer haben das Schicksal vieler Tierarten debattiert – vom Nashorn über den Elefanten bis hin zu Haien und Schuppentieren. Die zahlreichen jagdfeindlichen Tierrechtsorganisationen hatten schon im Vorfeld angekündigt, jetzt endlich Einfuhrverbote für Jagdtrophäen durchzusetzen. Seit der letzten CITES-Konferenz vor drei Jahren haben sie mit verlogenen Kampagnen, wie der um den sogenannten Löwen „Cecil“ in Simbabwe, ihre Kriegskassen gefüllt (wir berichteten). Damit waren kopf- und finanzstarke Delegationen zur 17. Konferenz der CITES-Vertragsstaaten in Johannesburg entsandt worden. So hatte der „Internationale Fonds für Tierwohlfahrt“ (IFAW) allein 31 Delegierte geschickt – mehr als doppelt so viel wie vom deutschen Umweltministerium gekommen waren. Kein Wunder, dass von den Millionen, die gutgläubige Spender in die Sammelbüchsen der Tierrechtler stecken, kaum etwas zum Schutz gefährdeter Wildtiere vor Ort ankommt. Die Abgesandten der Jagdgegner versuchten vor allem, die Delegierten aus Entwicklungsländern auf ihre Seite zu ziehen und gegen jegliche nachhaltige Nutzung und pro Totalschutz und Handelsverbote stimmen zu lassen. Diese Strategie ist im Wesentlichen gescheitert.

Zufrieden zeigte sich deshalb auch der Präsident des Deutschen Jagdverbandes, Hartwig Fischer: „Vernunft und pragmatischer Naturschutz haben sich gegen Ideologie und einseitiges Denken in Kategorien des Totalschutzes durchgesetzt.“ Denn statt Handelsverbote für Jagdtrophäen zu beschließen, unterstrich die Konferenz die Bedeutung nachhaltiger Jagd für den Artenschutz. Geordnete und nachhaltige Trophäenjagd stehe in Übereinstimmung mit dem Artenschutz und leiste einen Beitrag dazu. Denn eine solche Jagd trage zum Lebensunterhalt ländlicher Gemeinden bei und schaffe Anreize zum Schutz der Lebensräume des Wildes (wir berichteten). Außerdem würden Einnahmen erwirtschaftet, die wiederum in den Naturschutz fließen könnten. Wenn Wild einen wirtschaftlichen Wert habe, dann sinke das Risiko, dass es von der Land- und Viehwirtschaft verdrängt werde.

Elfenbein

Elfenbein bleibt ein verbotenes Handelsgut.

Von den Jagdländern wurde gefordert, dass sie einen robusten rechtlichen Rahmen für kontrollierte und nachhaltige Jagd erlassen und anwenden und dass die Jagd zum Überleben gefährdeter Wildarten aktiv beiträgt, wenn solche sogenannten Anhang-I-Tiere bejagt werden. Bisher hieß es nur, dass die Jagd auf gefährdete Tierarten wie Elefanten, Leoparden oder Markhor-Schraubenziegen (wir berichteten) nicht schädlich sein dürfe. Ganz besonderer Wert wurde in der Resolution darauf gelegt, dass auch die meist armen ländlichen Gemeinden im Lebensraum des Wildes von der Jagd profitieren.

Wie immer standen auch bei dieser Konferenz die Hoch- und Herabstufung einzelner Tierarten auf der Gefährdungsskala im Vordergrund. Waldbison und Kap-Bergzebra wurden auf Anhang II herabgestuft. Ein Jagdverbot für den kaukasischen Tur-Steinbock konnte verhindert werden. Die Löwen blieben auf Anhang II. Auch die Elefanten des südlichen Afrikas sind weiterhin auf Anhang II gelistet. Diese Entscheidungen dienen der nachhaltigen Jagd und damit auch dem Artenschutz. Der Handel mit Elfenbein und Nashornprodukten bleibt auch in Zukunft verboten.

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