Der Luchs und die Jäger

Der Luchs gedeiht gut in Deutschland. Trotzdem muss das Tier für Jäger-Bashing herhalten – obwohl Jäger nur in seltenen Einzelfällen an illegalen Luchsabschüssen beteiligt sind.

Luchs auf der Lauer

Foto: skeeze

„Vor allem durch die Zerschneidung von Lebensräumen und durch illegale Tötungen ist die Art hierzulande nach wie vor stark gefährdet“, sagt Beate Jessel, Präsidentin im Bundesamt für Naturschutz. Da denkt der interessierte Laie wohl erst mal an die Jäger.

Wahr ist: Demnächst steht im bayerischen Cham ein Jäger unter dem Verdacht vor Gericht, dass er vier Luchse auf dem Gewissen hat. Unerwähnt bleibt hingegen meist, dass enorme Pelzpreise auch Nicht-Jäger in Versuchung bringen. Und, dass Jäger an vielen Luchs-Projekten beteiligt sind und die Wiederansiedlung begrüßen.

Dass sich die Luchsbestände gut entwickeln, ist hingegen ebenso wenig umstritten wie die Tatsache, dass – im Gegensatz zum Wolf – ganz offiziell mit Auswilderungen nachgeholfen wird. Und dass regional enormer Aufwand zum Beispiel mit dem Bau von Wildbrücken betrieben wird.

So viel Fürsorge für das Schalenwild suchen Jäger auch dort meist vergeblich, wo das Rotwild bereits von schleichender Ausrottung bedroht ist – durch den Menschen, aber sicher nicht durch „Hobby“-Jäger.

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