Der NABU bekommt die Wolfsliebe zu spüren

Hardcore-Wolfsschützer sind dem NABU nicht mehr grün. Nach den Entnahmeverfügungen in Schleswig-Holstein und Niedersachsen erlebt Deutschlands größter (und reichster) Umweltverein was Jäger schon kennen: Hass wird unter Internet-Tierfreunden immer gewöhnlicher.

Wolf

Foto: doortjekl

Voller Häme wird auf einschlägigen Webseiten derzeit die jüngste NABU-Sünde verlinkt: In der Obhut des Vereins sind sechs wertvolle Taurus-Rinder verhungert. Der Verantwortliche begründet das mit dem heißen Sommer und damit, dass im NABU-Schutzgebiet Dankmarshäuser Rhäden (Hessen/Thüringen) nicht zugefüttert werden darf.

Sachkundige erinnern sich: Schon einmal, vor zehn Jahren, sind dem NABU in Ostfriesland seltene Heckrinder jämmerlich verhungert – damals wie heute bei einem mit viel Steuergeld geförderten Vorzeige-Projekt. Das kommt wohl dabei heraus, wenn Ideologie vor Tierschutz geht.

Neu ist am jüngsten Skandal: Während solche NABU-Sünden früher in einschlägigen Kreisen allenfalls auf kleiner Flamme kommentiert wurden, hängen Wolfsfreunde die Sache mit den Taurus-Rindern an die große Glocke. Wer nicht bereit ist, auch Problemwölfe um jeden Preis zu schützen, ist in solchem Umfeld offenbar unten durch.

Schlimmer noch, der Wolfsstreit sorgt beim NABU auch intern für offen ausgetragene Differenzen. Der Landesverband Schleswig-Holstein verteidigt sein "Ja" zur Entnahme des Pinneberger Problemwolfs noch tapfer. In Niedersachsen hingegen mobilisiert der gleiche Verein gegen einen solchen Abschuss. Obwohl auch der dortige Landesvorsitzende – gut versteckt in einer ellenlangen Erklärung – zugibt: „Mittlerweile schätzt der NABU die Situation des Rodewalder Rudels als kritisch ein, da das Rudel tatsächlich gelernt hat Kälber, Jungrinder, kleine und junge Pferde zu reißen.“

Einfache Antworten zur Lösung des Problems hat der niedersächsische NABU-Statthalter auch: Mehr Herdenschutz. Dabei galten Rinder und Rösser auch nach NABU-Doktrin lange Jahre als nicht gefährdet – bis der Wolf seine „Paten“ eines Schlechteren belehrte.

Was die Szene noch ein wenig eint ist allenfalls der Hass auf Jagd und Jäger: Haupt-Zielscheibe ist da momentan Claudia Dalbert, grüne Umweltministerin in Sachsen-Anhalt. Sie hatte es gewagt, die Jäger-Aktion „Fellwechsel“ auch finanziell zu fördern und nannte die Fallenjagd ein „unverzichtbares Instrument zum Erhalt der Artenvielfalt“.

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