Der rhein erlebt eine invasion der grundeln

Schwarzmundgrundel

Foto: Eric Engbretson / U.S. Fish and Wildlife

Die Schwarzmund-Grundel verdrängt im Rhein zusehends die heimischen Fischarten. Wie welt.de berichtet, lässt sich der Vormarsch der „eingewanderten“ Fischart offenbar nicht mehr stoppen. Grundeln machen nach Angaben der Oberen Fischereibehörde in Düsseldorf mittlerweile bis zu 60 Prozent des Fangs von Rheinanglern aus.

Die ursprünglich aus Südosteuropa stammende Fische gelangen als „blinde Passagiere“ in den Ballasttanks von Frachtschiffen unter anderem in den Rhein. Das Vorkommen im Fluss hat sich, dem Bericht zufolge, in den vergangenen Jahren „explosionsartig“ entwickelt. „Vor 15 Jahren waren noch keine Grundeln da, inzwischen sind es richtig viele“, erläuterte Matthias Sommer von der Rheinfischereigenossenschaft NRW.

Während heimische Fischarten unverbaute Gewässerabschnitte bevorzugten, fänden die Grundeln im begradigten Rhein ideale Lebensbedingungen, heißt es in dem Bericht weiter. Um einem weiteren Artenschwund vorzubeugen, müsse deshalb in den Erhalt naturnaher Lebensräume im Rhein investiert werden. Zudem könne ein veränderter Umgang mit dem Ballastwasser in der Schifffahrt dabei helfen, die Einwanderung weiterer Fischarten zu bremsen. Im Fall der Grundeln ist es dem Zeitungsbericht zufolge aber bereits zu spät. „Es ist unmöglich, der Grundeln Herr zu werden“, sagte Fischerei-Fachmann Matthias Sommer.  

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