Deutsche Falknerei von UNESCO als Kulturerbe anerkannt

Die UNESCO hat die deutsche Arbeit mit Greifvögeln als erhaltenswertes Immaterielles Kulturgut eingestuft.

Falknerin_mit_Falke_und_Hund-Klaus_Leix

Foto: Deutscher Falkenorden - Klaus Leix

Seit dem 1. Dezember gehört die deutsche Falknerei zum Immateriellen Kulturerbe der Menschheit. Das geht aus einer Pressemitteilung des Deutschen Falkenordens (DFO) hervor. Deutschland ist damit das 18. Land, das sich die Falknerei-Tradition durch die UNESCO schützen lässt.

Falknerei wird auf der ganzen Welt bereits seit Jahrtausenden nahezu unverändert praktiziert. Durch die weltweite Verbreitung führt sie dem DFO zufolge Menschen aus den verschiedensten Kulturkreisen zusammen und fördert den internationalen Austausch. So hat die Internationale Vereinigung für Falknerei (IAF) aktuell zehntausende Mitglieder aus mehr als 80 Nationen.

Die gemeinsame Jagd von Falkner und Greifvogel wird Beizjagd genannt. Sie beruht auf gegenseitigem Vertrauen und unterstützt den natürlichen Jagdtrieb des Greifvogels. Besonders in Gebieten, in denen nicht mit der Waffe gejagt werden kann – wie beispielsweise in Wohngebieten – , bietet diese  Jagdmethode viele Vorteile. Durch die Einstufung der Falknerei als Weltkulturerbe „erfahren die Falkner auch hierzulande Achtung und Anerkennung für den Erhalt eines uralten Kulturerbes und ihre Erfolge im praktischen Greifvogelschutz der letzten Jahrzehnte“, heißt es in der Pressemitteilung des DFO.

Die Falknerei ist erst die zweite erfolgreiche deutsche Einreichung als Immaterielles Kulturgut. Nur die Genossenschaftsidee hat es bisher noch auf die UNESCO-Liste geschafft. Weltweit gibt es zur Zeit insgesamt 336 Kulturgüter aus 105 verschiedenen Staaten, die als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt wurden. 

Das könnte Sie auch interessieren
Aktuell & informativ

DER OUTFOX WORLD NEWSLETTER

Aus der Natur direkt in Ihr Postfach.

Folgen Sie uns!