Die Sauen und die Theorie

Schlimmer Rückschlag für unbelehrbare Anhänger der Theorie, dass erst Jagddruck die Schwarzwildbestände explodieren lässt: Nach der beispiellosen Sauenhatz zur Schweinepest-Abwehr häufen sich die Meldungen über deutlich kleinere Strecken.

Wildchweinrotte brechend im winterlichen Wald

Foto: Dieter Hopf

Bis heute hält sich – zumal in Internet-Foren – das Gerücht, dass die Jagd schuld sei, wenn die Sauen überhandnehmen. Dass „jagdfreie“ Schutzgebiete den klaren Gegenbeweis liefern, lässt die Verschwörungstheoretiker in aller Regel ebenso kalt wie der Widerspruch von Wildtier-Biologen, die Ursachen der Schweinevermehrung vor allem im ausgeuferten Energiepflanzen-Anbau und ausgeprägten Mastjahren sowie im Klimawandel vermuten.

Unbestritten: So massiv wie unter dem Eindruck der Afrikanischen Schweinepest war der Jagddruck auf die Sauen seit Menschengedenken nicht. Und trotzdem häufen sich die Nachrichten über dürftige Schwarzwild-Strecken – auch aus traditionell guten Schwarzwild-Regionen.

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Schon ist die nächste Legende im Umlauf: Schuld sei der heiße, trockene Sommer. Der hat wohl regional die Maiserträge reduziert, erklärt aber nicht die Rückgänge der Strecken bei nachhaltig hohem Jagddruck. Deshalb eine Bitte: Bevor den Märchenerzählern neue Verschwörungstheorien einfallen, sollten wir Jäger uns einen möglichst breiten Überblick verschaffen.

Schreiben Sie uns also in die Kommentare oder per Mail, wie es bei Ihnen in diesem Winter mit den Sauen läuft. Auch was die Wildschäden angeht.

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