Dreiste Autofahrer hindern Jäger am Gnadenschuss

In Niederösterreich konnte ein Waidmann erst nach dem Einschreiten der Polizei ein Reh erlösen.

Reh

Symbolbild: Ryszard Adamus

In Niederösterreich haben Autofahrer versucht, einen Jäger am Erlösen eines verunfallten Rehs zu hindern. Wie noen.at berichtete, war ein größerer Polizeieinsatz erforderlich, um dem Mann den Gnadenschuss zu ermöglichen.

Dem Bericht zufolge hatte ein Autofahrer am Freitagabend in Rannersdorf, südlich von Wien, ein Reh entdeckt, das schwerstverletzt auf der Straße lag. Der Mann alarmierte die Polizei, die wiederum den zuständigen Jäger herbeirief, um das Tier zu erlösen.

Andere Autofahrer fanden – so heißt es weiter – „dieses Vorgehen offenbar überhaupt nicht korrekt“. Sie behinderten den Jäger so sehr, dass die Polizisten erst zusätzliche Streifen herbeirufen mussten, um für Ruhe zu sorgen.

Ein Polizeisprecher erklärte gegenüber noen.at: „Im Prinzip hat das Eingreifen der Passanten nur das Leiden verlängert und niemandem geholfen.“ Das schwer verletzte Tier sei nicht mehr zu retten gewesen.

Dass Jäger, die einfach nur ihre Pflicht erfüllen, angefeindet werden, ist leider keine Seltenheit. Erst im November 2016 war ein Mann, der in Merseburg (Sachsen-Anhalt) nach einem Unfall ein Damalttier erlöst hatte, in einem Medienbericht zum „Buhmann“ gemacht worden (wir berichteten).

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